Aber zum Glück gibt es doch heute wirksame Tabletten …
Tabletten mit den Wirkstoffen Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil, die seit einigen Jahren auf dem Markt sind, können tatsächlich in vielen Fällen helfen. Noch wichtiger ist es jedoch, die Ursachen der Erektionsstörung zu erkennen und zu behandeln. Das kann sogar lebensrettend sein.
Wieso lebensrettend?
Erektionsstörungen sind oft der erste Hinweis auf einen allgemeinen Gefäßschaden. Daher muss unbedingt geklärt werden, wie es um die Durchblutung anderer Organe – vor allem Herz, Gehirn, Nieren und Augen – steht. Stellt sich eine fortgeschrittene Gefäßverkalkung heraus, kann die rechtzeitige Behandlung Komplikationen wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verhindern.
Zurück zur Behandlung der Impotenz: Welche Möglichkeiten gibt es?
Zunächst müssen Blutzucker, Blutdruck und Blutfette so normal wie möglich eingestellt werden. Dabei helfen Bewegung, gesunde Ernährung und der Abbau von Übergewicht. Unterstützend kann der Arzt Potenz-Tabletten verordnen. Sie eignen sich aber nicht für alle Männer und werden gewöhnlich nicht von der Kasse bezahlt. Eine andere Möglichkeit ist die Vakuumpumpe. Am besten ist es, dies gemeinsam mit der Partnerin und dem Arzt zu besprechen.
Es heißt ja, Alkohol in Maßen sei gut für die Gefäße. Gilt das auch bei Potenzproblemen?
Alkohol kann die Nerven schädigen, vor allem, wenn man regelmäßig und viel trinkt. Wer Erektionsprobleme hat, sollte also damit zurückhaltend sein. Das gilt auch fürs Rauchen, weil Nikotin die Durchblutung verschlechtert – und zwar auch die der Schwellkörper.