Von Diskretion keine Spur: Die erste Insulinpumpe war so groß und schwer, dass man sie in einem Rucksack auf dem Rücken tragen musste. Diabetiker, die in den 60er-Jahren mit einem solchen Apparat ausgestattet wurden, durften sich der allgemeinen Aufmerksamkeit sicher sein.
Die ersten handlicheren Geräte, immer noch groß wie ein Taschenbuch, gab es erst Ende der 70er Jahre. Inzwischen haben sich Insulinpumpen von unförmigen Geräten zu komfortablen Minicomputern entwickelt und werden immer beliebter.
Komfortable Technik im Handyformat
Heute sind Insulinpumpen nicht größer als ein Handy und wiegen nicht mehr als eine Tafel Schokolade. Sie können in Hosentasche oder BH verborgen, am Gürtel befestigt oder an einer Kordel um den Hals getragen werden und nachts frei im Bett liegen. Insulinpumpen sind robust und stoßfest, manche sogar wasserdicht. Sie können bei Bedarf mit einem einfachen Handgriff vorübergehend abgelegt werden, beispielsweise beim Sport.
Galt die Pumpe noch vor 20 Jahren als Ausnahmetherapie für schwer einstellbare Typ-1-Diabetiker, gibt es inzwischen allein in Deutschland etwa 40 000 Pumpenträger. Wer sich erst mal an die Pumpe gewöhnt hat, möchte sie meist nicht mehr missen.
Andrea Grill / www.diabetes-ratgeber.net;
11.11.2009, aktualisiert am 28.06.2011
Bildnachweis: W&B/Bert Bostelmann
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