Die Körnchen aus Fernost gibt es in zahlreichen Sorten – mit Hülle punkten sie beim Thema Vitamine und Ballaststoffe
Weltweit wird er verspeist: als klebriger Sushi- oder fluffiger Basmati-Reis, als sämiger Risotto- oder süßer Milchreis. Auch als Mehl, als Milch, in Form von Teigblättern und Wein kommt Reis auf den Tisch. Er macht vergleichsweise kalorienarm satt: 100 Gramm (ungekocht gewogen) haben etwa 350 Kilokalorien. Und er eignet sich hervorragend für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit. Das Klebereiweiß fehlt manchen Sorten nämlich völlig.
Weißer Reis mag vielen besser schmecken – gesünder ist die Vollkornvariante. „Dabei wird die Schale komplett belassen“, erklärt Judith Gembries, Ökotrophologin in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis in Münster. Die Hülle enthält Vitamine wie B1 und B2 sowie viele Ballaststoffe. „Diese bremsen den Blutzuckeranstieg“, so Gembries. Wer Vollkornreis statt weißem isst, senkt deshalb außerdem sein Risiko, an Diabetes zu erkranken, zeigte eine Studie, die in der Ärztezeitschrift Archives of Internal Medicine veröffentlicht wurde.
Vier beliebte Reissorten:
Basmati-Reis enthält wenig Stärke, bleibt beim Garen locker. Er schmeckt nussig und gilt als sehr edel.
Rundkornreis hat viel Stärke und wird deshalb beim Kochen weich und klebrig. Ideal für Risotto oder für Sushi.
Wilder Reis ist gar kein richtiger Reis, sondern die Frucht einer Wasserpflanze. Sein Geschmack ist intensiv-nussig.
Rotkornreis stammt aus der Camargue. Die teure Spezialität erhält ihre Farbe durch den Anbau auf Lehmboden.
Anne-Bärbel Köhle / Diabetes Ratgeber / Diabetes Ratgeber, 05.04.2012