Laktat ist das gelöste Salz der Milchsäure. Die Laktatkonzentration im venösen Blut beträgt normalerweise bis zu 16 mg/dl (1,8 mmol/l). Zu einem meist kurzfristigen Anstieg der Konzentration kommt es bei körperlicher Betätigung, vor allem bei einer ungenügenden Durchblutung des Muskels (zu schneller Puls, lang dauernde Anspannung).
Laktat entsteht, wenn in den Muskelzellen Glukose abgebaut wird, ohne dass genügend Sauerstoff vorhanden ist. Normalerweise "verbrennen" Muskelzellen Glukose zur Energiegewinnung vollständig. Fehlt Sauerstoff, ist die Verbrennung blockiert, die Muskelzellen stellen auf "Vergärung" um. Diese ist allerdings nicht sehr effektiv, denn sie verläuft unvollständig nur bis zum Laktat, das sich in der Muskulatur anreichert. Die im Laktet enthaltene Energie bleibt dabei ungenutzt.
Bei einer diabetischen Stoffwechselentgleisung kann es zu einer Übersäuerung des Blutes durch Laktat (Laktatazidose) kommen.
www.diabetes-ratgeber.net / Diabetes Ratgeber, 21.06.2012