Von einer "Durchblutungsstörung" spricht man gewöhnlich, wenn der Blutfluss durch eine Arterie behindert ist – meist infolge einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Zu den Hauptursachen einer Arteriosklerose gehören: Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Rauchen.
Durchblutungsstörungen der großen Arterien werden in der Fachsprache Makroangiopathie genannt, Durchblutungsstörungen der kleinen Gefäße Mikroangiopathie.
Durchblutungsstörungen der großen Gefäßen
In der Regel entwickelt sich eine Arteriosklerose langsam über Jahre oder sogar Jahrzehnte. Dabei muss es nicht zwangsläufig zu Beschwerden kommen. Die Arteriosklerose beginnt meist mit entzündlichen Veränderungen der Gefäßinnenhaut. Sie verhärtet, es lagern sich Fettstoffe und Blutplättchen ab, die Arterie verengt sich. Im fortgeschritteneren Stadium kommt es zur Kalkbildung mit der Folge, dass sich das Gefäß immer mehr verengt.
Die häufigsten Komplikationen einer Arteriosklerose sind der Herzinfarkt, der Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine. Besonders gefährdet sind Menschen mit Diabetes.
Um der Entwicklung einer Arteriosklerose vorzubeugen sind vor allem folgende Punkte wichtig:
Durchblutungsstörungen der kleinen Gefäßen
Anders als die Arteriosklerose, die nicht nur bei Diabetes auftritt, sind Veränderungen an den kleinsten Blutgefäßen die typische Folge eines langjährigen, schlecht eingestellen Diabetes.
An den Gefäßwänden bilden sich Zucker-Eiweiß-Verbindungen, die letztlich die Blutversorgung in den Organen gefährden. Besonders betroffen sind die Netzhaut (Retinopathie), die Nieren (Nephropathie) und die Nerven.
Eine konsequente Normalisierung der Blutzuckerwerte kann oft noch eine Rückbildung erster Gefäßveränderungen oder zumindest einen Stillstand der Mikroangiopathie erreichen. Zusätzlich sollte unbedingt auf Nikotin verzichtet werden.
www.diabetes-ratgeber.net / Diabetes Ratgeber, 14.03.2012