Schlank mit Köpfchen

Der Geist ist ja willig, aber da sind diese Verlockungen … Mit unseren Psychotricks leisten Sie Widerstand

09.07.2018
Abnehmen beginnt im Kopf

Mit ein paar schlauen Tricks können Sie sich selbst überlisten – und essen automatisch weniger


Wassertest

1. Der Wasser-Test

Heißhunger? Halt — öffnen Sie nicht gleich die Kühlschranktür. Vielleicht braucht Ihr Körper gar nichts zu essen, sondern eher etwas zu trinken? Die Signale für Hunger und Durst entstehen im selben Gehirnbereich. Deshalb kann es vorkommen, dass wir Hunger und Durst verwechseln. Trinken Sie erst mal ein großes Glas Wasser und warten Sie ab. Ist Ihr Hungergefühl nach einer Viertelstunde weg, hat Sie tatsächlich der Durst geplagt.

2. Zähne putzen statt Süßes verputzen

Zähneputzen vor dem Zubettgehen ist Standard. Sie können sich aber auch gleich nach dem Abendessen daranmachen. Und die Zwischenräume dabei noch gründlich mit Zahnseide reinigen. Das senkt die Lust zum Naschen oder Knabbern — denn Sie wollen ja nicht noch mal mit der ganzen Prozedur anfangen!

3. Lunchbox auf der Parkbank

Sie kommen mittags leicht in Versuchung, Ihrem Hunger mit diversen Teilchen vom Bäcker oder Pommes aus dem Fastfood-Restaurant gegenüber abzuhelfen? Dann nehmen Sie sich Ihr Essen in einer Lunchbox mit an den Arbeitsplatz. Die können Sie schon am Vorabend packen: mit der restlichen Portion vom Abendessen, mit einem selbst gemachten Salat oder einem lecker belegten Vollkorn-Sandwich und etwas Obst.

 

Handyfreie Zone

4. Handyfreie Zone

Setzen Sie sich zu den Mahlzeiten grundsätzlich an den Tisch. Lassen Sie Fernseher, Computer oder Smartphone so lange links liegen, bis der Teller leer ist. Auf diese Weise achten Sie mehr darauf, was und wie viel Sie essen.

5. Mehr Schlaf, weniger Appetit

Gönnen Sie sich sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht. Studien haben gezeigt, dass Schlafmangel den Appetit erhöht. Wer müde aufsteht, isst tagsüber mindestens 300 Kalorien mehr und greift zudem gern zu fett- und zuckerreichen Snacks. Der Grund: Ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus bringt die Hormone aus dem Gleichgewicht, die unser Hungergefühl regulieren, und verändert die Aktivität des Belohnungszentrums im Gehirn. Ausreichend schlafen sorgt übrigens auch für bessere Blutzuckerwerte.

6. Der Teller macht’s

Ganz gleich ob Sie zu Hause den Tisch decken oder im Restaurant vor dem Buffet stehen: Verwenden Sie kleinere Teller. Dann sieht das, was drauf ist, nach mehr aus, und Sie essen weniger. Australische Forscher haben mehr als 50 Studien ausgewertet und herausgefunden: Ist der Teller halb so groß, fällt die verspeiste Por­tion um ein Drittel kleiner aus.

Große Pause

7. Große Pause

Drei große Mahlzeiten am Tag helfen eher beim Abnehmen als fünf oder sechs kleinere. Das liegt daran, dass die Bauchspeichel­drüse nach dem Essen Insulin ins Blut abgeben muss, um den Zucker aus der Nahrung in die Zellen zu schleusen. Erst wenn das Insulin seine Arbeit getan hat, kann der Körper Fett verbrennen und damit überflüssige Pfunde ab­bauen. Je länger die Pausen zwischen den Mahlzeiten, desto besser: Sinnvoll sind mindestens vier bis sechs Stunden. Manche Diabetiker brauchen allerdings Zwischenmahlzeiten — das hängt von der jeweiligen Diabetestherapie ab. Fragen Sie Ihren Arzt, was für Sie richtig ist.

8. Mehr Alkohol-Bewusstsein

Schon gewusst? Alkohol enthält fast so viele Kilokalorien wie Fett, nämlich sieben pro Gramm (bei Fett sind es neun). Mit einem halben ­Liter Bier oder einem Viertelliter Wein kommen Sie schon auf etwa 20 Gramm Alkohol und 140 Kilo­kalorien — die übrigen Inhaltsstoffe nicht eingerechnet. Legen Sie öfter einen Tag "ohne" ein. Und trinken Sie auch mal Schorle statt Wein und alkoholfreies oder Light-Bier.

Entdeckung der Langsamkeit

9. Die Entdeckung der Langsamkeit

Nicht so schnell! Kauen Sie jeden Bissen gründlich, und genießen Sie ganz bewusst, was Sie sehen, riechen und schmecken. Bis Augen, Mund, Nase und Verdauungstrakt dem Gehirn ihre Sättigungssignale übermittelt haben, vergehen etwa 20 Minuten. Wer seine Mahlzeiten nicht hastig hinunterschlingt, spürt rechtzeitig, dass er satt ist, und braucht keinen Nachschlag mehr. In einer aktuellen japanischen Studie mit rund 60.000 Typ-2-Dia­betikern waren die Langsam-Esser seltener übergewichtig und um die Taille schlanker.


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