Retinopathie: Behandlung

Bei einem Netzhautschaden können verschiedene Behandlungsmethoden helfen. Das wichtigste Verfahren ist die Lasertherapie

aktualisiert am 27.02.2018

Augen: Eine Lasertherapie hilft, das Fortschreiten der Retinopathie zu verhindern


Sehschäden, die als Folge einer diabetischen Retinopathie auftreten, lassen sich in der Regel nicht rückgängig machen. Die Behandlung zielt vor allem darauf ab, das Fortschreiten des Augenleidens zu verhindern.

Wichtig ist, dass Betroffene auf gute Werte bei Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin achten. Bei einer leichten Retinopathie reicht das unter Umständen aus, damit die Krankheit nicht fortschreitet. Welche Zielwerte in ihrem Fall wünschenswert sind, sprechen Patienten mit ihrem Arzt ab. Auch Rauchen ist bei einem diabetischen Netzhautschaden tabu.

Retinopathie: Lasertherapie verhindert Fortschreiten

Das wichtigste Verfahren zur Behandlung eines Netzhautschadens ist die Lasertherapie, in der Fachsprache Laserkoagulation genannt. Sie kommt vor allem bei Gefäßneubildungen und bei schweren Fällen der nicht-proliferativen Retinopathie zum Einsatz. Der Laser verödet zielgenau undichte Äderchen auf der Retina. Das verhindert, dass neue Gefäße entstehen und es zu neuen Einblutungen kommt.

Manchmal reicht es aus, einen oder zwei Bereiche der Netzhaut zu lasern, um die Gefäßneubildungen zu stoppen. Häufig müssen die gesamten äußeren Bereiche der Netzhaut behandelt werden. Das Ziel der Behandlung ist, die vorhandene Sehschärfe zu erhalten. Eine Besserung bereits eingetretener Sehminderungen ist nicht zu erwarten.

So läuft die Lasertherapie ab

Die Lasertherapie erfolgt ambulant. Zur Vorbereitung wird die Pupille mit Augentropfen geweitet, damit der Arzt den hinteren Teil des Auges besser erkennt. Eine örtliche Betäubung verhindert, dass der Patient blinzeln muss.

Der Laserstrahl wird über eine Spaltlampe ins Auge gelenkt. Die Behandlung selbst dauert wenige Minuten. Die hellen Lichtblitze können Patienten dabei als unangenehm empfinden. Sie tun allerdings selten weh.

Operation bei Netzhautablösung

Kommt es bei einer Retinopathie zu schweren Folgeschäden wie einer Glaskörperblutung oder einer Netzhautablösung, kann ein operativer Eingriff notwendig sein, um das Augenlicht zu retten. Dabei entfernt der Arzt zum Beispiel den Glaskörper und ersetzt ihn durch ein spezielles Gasgemisch. Da diese Eingriffe anspruchsvoll sind, wenden Betroffene sich am besten an ein Augenzentrum, das darauf spezialisiert ist.

Medikamenten-Spritze in den Glaskörper

Bei einem Makulaödem kann der Arzt zur Behandlung Medikamente direkt in den Glaskörper spritzen, um die Gefäßneubildung und Einblutungen zu stoppen. Das Verfahren heißt "intravitreale Therapie" – "vitreus" ist die lateinische Bezeichnung für den Glaskörper. Die Medikamente zielen zum Beispiel darauf ab, den Botenstoff VEGF zu hemmen, der das Wachstum von Blutgefäßen unterstützt. Welche Mittel ratsam sind, entscheidet der Arzt im Einzelfall. Die Medikamente müssen in der Regel in regelmäßigen Abständen wiederholt gespritzt werden. Das erfolgt meist ambulant.


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