So beugen Sie einem Netzhautschaden vor

Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin und Vorsorge: Was Sie selbst tun können, um eine Retinopathie zu verhindern

aktualisiert am 27.02.2018
Sportlerin misst Puls

Bewegung bessert Zucker, Blutfette und Blutdruck – gut für die Augen


Wer bei Diabetes auf gute Werte bei Blutzuckerspiegel, Blutdruck und Cholesterin achtet, hat gute Chancen, die Entstehung eines Netzhautschadens zu verhindern. Dazu eignet sich ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und einer Ernährung mit wenig Fett, viel Gemüse und Obst. Wer Übergewicht hat, sollte abnehmen. Auch ein Rauchstopp trägt dazu bei, die Augen gesund zu halten.

Ganz wichtig: Lassen Sie regelmäßig Ihre Augen untersuchen. Je früher ein Netzhautschaden erkannt ist, desto besser lässt er sich eindämmen und das Augenlicht erhalten. Gehen Sie auch zur Vorsorge, wenn mit Ihren Augen vermeintlich alles in Ordnung ist – eine Retinopathie verursacht zunächst keine Beschwerden.

1. Gute Blutzuckerwerte

Gute Blutzuckerwerte tragen entscheidend dazu bei, einen Schaden an der Netzhaut entweder zu verhindern oder aufzuhalten. Klären Sie mit Augenarzt und Diabetologen ab, welche Blutzuckerwerte in Ihrem Fall sinnvoll sind.

Das können Sie selbst tun: Regelmäßige Bewegung und der Abbau von Übergewicht verbessern die Blutzuckerwerte. Wenn Sie Ihren Diabetes mit Medikamenten oder Insulin behandeln, halten Sie sich außerdem an die mit dem Arzt vereinbarten Vorgaben. Am besten kontrollieren Sie ihre Werte regelmäßig und halten Sie zum Beispiel in einem Blutzuckertagebuch fest. So können Sie und der Arzt am besten prüfen, wie es um den Stoffwechsel bestellt ist.

2. Gute Blutdruckwerte

Bluthochdruck erhöht das Risiko für eine Retinopathie. Auch hier gilt: Welche Blutdruckwerte in Ihrem Fall erstrebenswert sind, klären Sie mit Ihrem Arzt ab.

Das können Sie selbst tun: Wie beim Blutzucker, können viel Bewegung und Abnehmen zu besseren Blutdruckwerten beitragen. Ebenfalls wichtig: Sparsam salzen und Entspannung gegen Stress. Medikamente gegen Bluthochdruck einnehmen, wie vom Arzt empfohlen. Blutdruckwerte regelmäßig messen.

3. Gute Cholesterinwerte

Auch ein gestörter Fettstoffwechsel zählt zu den Risikofaktoren einer diabetischen Retinopathie. Menschen mit Diabetes sollten deshalb auf gute Blutfettwerte achten.

Das können Sie selbst tun: Essen mit tierischen Fetten, vor allem Fleisch, nur in Maßen verzehren; eher pflanzliche Fette, etwa Olivenöl, verwenden. Bei erhöhten Blutfettwerten kann der Arzt zudem Medikamente verschreiben.

4. Nicht rauchen

Rauchen schädigt die Blutgefäße, darunter auch die der Netzhaut.

Das können Sie selbst tun: Falls Sie rauchen – hören Sie besser sofort damit auf.

5. Zur Vorsorge gehen

Je früher eine Beeinträchtigung der Netzhaut gefunden wird, desto besser. Menschen mit Diabetes sollten deshalb in folgenden Abständen ihre Augen durchchecken lassen (siehe auch eingangs im Kapitel "Die diabetische Retinopathie").

  • Typ-1-Diabetes: Ab dem fünften Jahr nach der Diagnose, Kinder ab dem 11. Lebensjahr. Danach einmal jährlich, solange keine Netzhautveränderungen vorliegen.
  • Typ-2-Diabetes: Sofort nach der Diagnose. Danach einmal jährlich, solange keine Netzhautveränderungen vorliegen.
  • Schwangere sollten mindestens alle drei Monate zum Augenarzt.
  • Sofort zum Augenarzt: Bei jeder plötzlichen Verschlechterung des Sehens. Lichtblitze oder ein Vorhang vor dem Auge können Zeichen einer Netzhautablösung sein.

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