So beugen Sie einem Netzhautschaden vor

Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin und Vorsorge: Was Sie selbst tun können, um eine Retinopathie zu verhindern
aktualisiert am 02.10.2014

Bewegung bessert Zucker, Blutfette und Blutdruck – gut für die Augen

W&B/Jan Greune

Wer als Diabetiker auf gute Werte bei Blutzuckerspiegel, Blutdruck und Cholesterin achtet, hat gute Chancen, die Entstehung eines Netzhautschadens zu verhindern. Dazu eignet sich ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung und einer Ernährung mit wenig Fett, dafür mit viel Obst und Gemüse. Wer Übergewicht hat, sollte abnehmen. Auch mit dem Rauchen aufhören kann dazu beitragen, die Augen gesund zu halten.

Ganz wichtig: Lassen Sie regelmäßig Ihre Augen untersuchen. Je früher ein Netzhautschaden erkannt ist, desto besser lässt er sich eindämmen und das Augenlicht erhalten. Gehen Sie auch zur Vorsorge wenn mit Ihren Augen vermeintlich alles in Ordnung ist – eine Retinopathie verursacht zunächst keine Beschwerden.

1. Gute Blutzuckerwerte

Sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes können gute Blutzuckerwerte dazu beitragen, einen Schaden an der Netzhaut entweder zu verhindern oder aufzuhalten. Klären Sie mit Augenarzt und Diabetologen ab, welche Blutzuckerwerte in Ihrem Fall sinnvoll sind.

Das können Sie selbst tun: Regelmäßig bewegen und Übergewicht abbauen verbessert die Blutzuckerwerte. Wenn Sie Ihren Diabetes mit Medikamenten oder Insulin behandeln, halten Sie sich außerdem an die mit dem Arzt vereinbarten Vorgaben. Am besten kontrollieren Sie ihre Werte regelmäßig und halten Sie zum Beispiel in einem Blutzuckertagebuch fest. So können Sie und der Arzt am besten prüfen, ob die Werte in Ordnung sind.

2. Gute Blutdruckwerte

Bluthochdruck erhöht das Risiko für eine Retinopathie. Auch hier gilt: Welche Blutdruckwerte in Ihrem Fall erstrebenswert sind, klären Sie mit Ihrem Arzt ab.

Das können Sie Sie selbst tun: Wie beim Blutzucker, können viel Bewegung und Abnehmen zu besseren Blutdruckwerten beitragen. Ebenfalls nützlich: Sparsam salzen und Entspannung gegen Stress. Medikamente gegen Bluthochdruck einnehmen, wie vom Arzt empfohlen. Blutdruckwerte regelmäßig messen.

3. Gute Cholesterinwerte

Auch ein gestörter Fettstoffwechsel zählt zu den Risikofaktoren einer diabetischen Retinopathie. Menschen mit Diabetes sollten deshalb auf gute Blutfettwerte achten.

Das können Sie selbst tun: Essen mit tierischen Fetten, vor allem Fleisch, nur in Maßen verzehren; eher pflanzliche Fette, etwa Olivenöl, verwenden. Bei erhöhten Blutfettwerten kann der Arzt zudem Medikamente verschreiben.

4. Nicht rauchen

Rauchen schädigt die Blutgefäße, darunter auch die der Netzhaut.

Das können Sie selbst tun: Falls Sie rauchen – hören Sie besser sofort damit auf.

5. Zur Vorsorge gehen

Je früher eine Beeinträchtigung der Netzhaut gefunden wird, desto besser. Menschen mit Diabetes sollten deshalb in folgenden Abständen ihre Augen durchchecken lassen:

Typ-1-Diabetes: Ab dem fünften Jahr nach der Diagnose, Kinder ab dem 11. Lebensjahr. Danach einmal jährlich, solange keine Netzhautveränderungen vorliegen.

Typ-2-Diabetes: Sofort nach der Diagnose. Danach einmal jährlich, solange keine Netzhautveränderungen vorliegen.

Schwangere sollten mindestens alle drei Monate zum Augenarzt.

Sofort zum Augenarzt: Bei jeder plötzlichen Verschlechterung des Sehens. Lichtblitze oder ein Vorhang vor dem Auge können Zeichen einer Netzhautablösung sein.


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