{{suggest}}


Hämoglobin

Bei Hämoglobin handelt es sich um den roten Blutfarbstoff. Er transportiert Sauerstoff im Blut. Ein Mangel macht sich oft mit Müdigkeit bemerkbar

09.04.2014
Hämoglobin

Hämoglobin befindet sich in den roten Blutkörperchen


Hämoglobin (abgekürzt Hb) ist der Fachbegriff für den roten Blutfarbstoff. Hämoglobin besteht aus Eiweißteilchen mit eingelagertem Eisen. Hämoglobin befindet sich in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und dient dort vor allem dem Transport von Sauerstoff.

Welche Hämoglobin-Werte sind normal?

Die Konzentration von Hämoglobin im Blut liegt normalerweise zwischen 12 und 16 Gramm pro Deziliter bei Frauen und zwischen 13,5 und 17,5 Gramm pro Deziliter bei Männern (leicht abweichende Angaben je nach Bestimmungsmethode). Bei einigen Formen von Blutarmut, beispielsweise aufgrund einer ungenügenden Versorgung mit Eisen, ist dieser Wert deutlich niedriger. Niedrige Hämoglobin-Werte sind häufig Anzeichen für einen Eisenmangel.

Aufgaben von Hämoglobin im Körper

Die Hauptaufgabe des Hämoglobins ist der Transport von Sauerstoff aus der Lunge in alle Teile des Körpers. Auf dem Rückweg nimmt es Kohlendioxid auf und befördert es in die Lunge. Ist nicht genügend Hämoglobin vorhanden, kann das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden – die Betroffenen sind häufig müde und unkonzentriert.

An Hämoglobin kann sich Zucker anlagern

Am Hämoglobin kann sich vor allem bei hohen Zuckerkonzentrationen im Blut auch Traubenzucker (Glukose) anlagern. Der Fachausdruck lautet Glykierung. Der Zucker-Anteil im Hämoglobin spiegelt den aktuellen Blutzuckerspiegel wider. Mit Hilfe des glykierten Hämoglobins lässt sich daher abschätzen, welchen Blutzuckerwert jemand über einen längeren Zeitraum aufweist (siehe auch HbA1c).

Was beeinflusst den Hämoglobin-Wert?

Der Körper benötigt Eisen, um Hämoglobin herzustellen. Häufige Ursache für einen Mangel an Hämoglobin ist deshalb ein Eisenmangel. Auch nach Blutverlust und Nierenschäden kann sich zu wenig Hämoglobin im Blut befinden.

Im Gebirge kann der Hämoglobingehalt dagegen steigen. Da der Sauerstoffgehalt in der Luft dort niedriger ist, bildet der Körper nach einiger Zeit vermehrt rote Blutkörperchen, um diesen Mangel auszugleichen. Auch manche Krankheiten, zum Beispiel Lungenkrankheiten, können einen höheren Hämoglobingehalt zur Folge haben.