Blutzucker-Messgerät

Messgeräte dienen der Blutzucker-Selbstkontrolle in der Diabetestherapie. Neben der Messgenauigkeit sollten Patienten beim Kauf noch auf andere Aspekte achten
22.12.2015

Ein Blutzucker-Messgerät verrät, ob der aktuelle Wert zu tief oder zu hoch ist

W&B/Simon Katzer

Blutzucker-Messgeräte dienen dazu, den Blutzuckerwert zu ermitteln. Für Menschen mit Diabetes ist das wichtig, damit sie zu hohe oder zu tiefe Werte rechtzeitig erkennen und gegensteuern können – zum Beispiel mit Insulingabe bei zu hohem Wert oder durch Einnahme von Traubenzucker bei zu tiefem Wert. Zudem dient die Dokumentation der Blutzuckerwerte dazu, den Erfolg der Diabetestherapie einschätzen zu können.

Moderne Blutzucker-Messgeräte benötigen meist nur einen winzigen Blutstropfen, der in der Regel mit einer Stechhilfe aus der Fingerbeere gewonnen wird. Die Geräte können den Blutzuckerwert entweder in der Maßeinheit Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder Millimol pro Liter (mmol/l) anzeigen.

So arbeitet ein Blutzucker-Messgerät

Für jede Messung muss ein Teststreifen in das Messgerät eingeführt werden. Dieser wird anschließend an den Blutstropfen gehalten. Ein Röhrchen saugt das Blut in eine Reaktionskammer, wo es zu einem chemischen Prozess zwischen Enzymen und dem Traubenzucker im Blut kommt. Dabei werden Elektronen freigesetzt, was zu einem Stromfluss zwischen zwei Elektroden führt. Das Messgerät errechnet daraus den aktuellen Blutzuckerwert.

Genormte Messgenauigkeit

Gemäß der DIN-Norm DIN EN ISO 15197 dürfen die Messwerte nur eine definierte Abweichung vom Ergebnis der Labormethode aufweisen. Bei Zweifeln an der Messgenauigkeit des eigenen Gerätes kann man diese mit Hilfe einer Kontroll-Lösung (gibt es in der Apotheke) überprüfen.

Neben der Genauigkeit kommt es beim Kauf eines Messgeräts noch auf weitere Eigenschaften an.

  • Wie viel Blut ist nötig? Für Kinder und ältere Menschen sind kleinere Mengen vorteilhaft.
  • Ist es leicht zu bedienen? Vor allem bei Kindern und bei feinmotorischen Einschränken sind einfache Bedienbarkeit und große Tasten wichtig.
  • Datenspeicher nötig? Von Gerät zu Gerät verschieden. Manche können mehr als nur die Zuckerwerte erfassen.
  • Schnittstelle vorhanden? Eine Verbindung mit Laptop oder Computer erleichtert die Auswertung und Mitnahme der Daten zum Arzt.
  • Sprachausgabe? Bei Sehbehinderung sinnvoll.
  • Bruchsicher? Eventuell kann eine Schutzhülle das Gerät vor Schäden bewahren.

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