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Der HbA1c-Wert: Das Blutzuckergedächtnis

Der HbA1c-Wert gibt Auskunft über den Verlauf der Blutzuckerwerte in den letzten acht bis zwölf Wochen. Er wird vom Arzt bestimmt

von Alexandra von Knobloch; Diabetes Ratgeber, aktualisiert am 04.05.2020

Weil der Blutzuckerwert immer nur eine Momentaufnahme ist, bestimmt der Arzt in regelmäßigen Abständen (idealerweise alle drei Monate) den sogenannten HbA1c-Wert, auch "Langzeitwert" oder "Blutzuckergedächtnis" genannt. Der HbA1c-Wert spiegelt den durchschnittlichen Zuckergehalt im Blut in den vergangenen acht bis zwölf Wochen wieder. Er wird in Prozent oder in "Millimol pro Mol" (mmol/mol) angegeben.

Bei Menschen ohne Diabetes liegt der HbA1c um die 5 Prozent (30 mmol/mol) Beim Typ-1-Diabetes empfiehlt die Deutsche Diabetes Gesellschaft einen HbA1c-Wert unter 7,5 Prozent (58 mmol/mol) – solange das ohne schwerwiegende Unterzuckerungen oder sonstige Nebenwirkungen möglich ist. Beim Typ-2-Diabetes rät sie zu Zielwerten zwischen 6,5 bis 7,5 Prozent (48 und 58 mmol/mol).

Infografik Blutzucker

Die genannten HbA1c-Zielwerte sind Richtwerte und keine verbindlichen Grenzen, die um jeden Preis erreicht werden müssen. Die Zielwerte sollten Ärzte immer individuell festlegen und dabei die persönlichen Lebensumstände des Patienten, sein Alter und mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigen.

Gerade für die Diabetesbehandlung im hohen Alter gelten teilweise andere Regeln als bei jüngeren Menschen. Zum Beispiel akzeptieren Ärzte bei Senioren mit einem hohen Sturzrisiko etwas höhere Blutzuckerwerte, um Unterzuckerungen zu vermeiden. Im Unterzucker würde sonst die Gefahr weiter wachsen, dass diese Personen stürzen und sich dabei verletzen. Außerdem schüttet der Körper bei einer Unterzuckerung vermehrt Adrenalin aus. Dadurch steigt das Risiko für Herzrhythmusstörungen oder einen Infarkt.


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