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Kortikoide

Zu dieser Hormongruppe zählen so unterschiedliche Botenstoffe wie Kortisol oder Testosteron. Ihnen ist gemein, dass sie mit Hilfe von Cholesterin in der Nebennierenrinde entstehen

24.02.2016
Mann im Stress

Bei Stress steigt der Kortisolspiegel an


Kortikoide, auch Kortikosteroide genannt, sind Hormone, die in der Rinde der Nebennieren aus Cholesterin gebildet werden. Seltener findet sich auch die Schreibweise Corticoide.

Die Kortikoide lassen sich in drei Gruppen einteilen. Am relevantesten für Menschen mit Diabetes sind die Glukokortikoide, zu denen etwa Kortisol gehört. Sie wirken auf den Blutzuckerstoffwechsel, indem sie zum Beispiel die Zuckerneubildung in der Leber anregen und den Transport und die Verwertung von Zucker hemmen. Das alles führt dazu, dass der Zuckerspiegel im Blut ansteigt.

Da Kortisol bei Stress verstärkt freigesetzt wird, können in entsprechenden Situationen die Werte ansteigen. Menschen mit Diabetes, die Insulin spritzen, müssen dann gegebenenfalls die Dosis anpassen.

Daneben gibt es noch die Gruppe der Mineralokortikoide, die vor allem auf den Elektrolythaushalt im Körper wirken. Zu ihnen gehört Aldosteron, das die Konzentration von Kalium und Natrium im Blut steuert und darüber den Wasserhaushalt des Körpers und den Blutdruck beeinflusst.

Die dritte Gruppe der Kortikoide bilden die Geschlechtshormone, zu denen Östrogen und Testosteron zählen.