Teststreifen vor Hitze und Kälte schützen

Nicht nur Insulin, auch Blutzucker-Teststreifen sollten Menschen mit Diabetes vor zu hohen und zu niedrigen Temperaturen schützen. Eine Diabetes-Expertin erklärt, worauf es ankommt

von Dr. Sabine Haaß, aktualisiert am 16.07.2018

Die Messung des Blutzuckers mit Teststreifen geschieht durch eine chemische Reaktion. Und diese ist temperaturabhängig. Werden die Streifen zu heiß oder zu kalt gelagert, gehen die Moleküle kaputt, die für die Reaktion gebraucht werden. Dann liefert die Messung falsche Werte.

Bei welchen Temperaturen Sie Ihre Teststreifen aufbewahren sollten, schreibt der Hersteller vor. Zwischen 10 und 30 Grad Celsius vertragen viele Modelle. Bei manchen sind auch niedrigere oder höhere Temperaturen zulässig. Die Angaben dazu finden Sie in der Bedienungsanleitung des Messgerätes; meistens stehen sie auch auf der Dose.

Genauso wie Hitze beschädigt auch Feuchtigkeit die Streifen. Sie müssen deshalb immer in der Originaldose aufbewahrt werden, die ein Trockenmittel enthält. Auf keinen Fall sollten Sie Messstreifen lose in irgendeine Tasche stecken. Trocknen Sie Ihre Hände immer gut ab, bevor Sie die Dose öffnen.

Für eine exakte Messung muss das Messgerät die gleiche Temperatur haben wie die Streifen. Beides sollte also immer zusammen aufbewahrt werden. Schützen Sie Ihr Diabetes-Zubehör beim Strandurlaub, indem Sie es in den Schatten legen.

Ulrike Kamecke

Ulrike Kamecke
Technische Direktorin des Instituts für Diabetes-Technologie,
Ulm


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