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Warum gute Blutzuckerwerte wichtig sind

Hohe Blutzuckerwerte tun nicht weh und bleiben deswegen oft lange unbemerkt. Doch sowohl kurz- als auch langfristig können sie schaden

aktualisiert am 22.11.2016
Frau mit braunen Augen

Gute Blutzuckerwerte schützen die Augen und andere Organe bei Diabetes


Eine gute Blutzuckereinstellung ist bei Diabetes wichtig, um langfristig die Folgeschäden von dauerhaft zu hohen Glukosewerten im Blut abzuwehren und kurzfristige Entgleisungen wie eine Unterzuckerung (bei zu tiefen Werten) oder eine Ketoazidose (bei zu hohen Werten) zu verhindern. Eine Ketoazidose kommt aber vor allem bei Patienten vor, die kein eigenes Insulin mehr produzieren – etwa Menschen mit Typ-1-Diabetes oder bei fortgeschrittenem Typ-2-Diabetes.

Dauerhaft erhöhte Werte schaden

Ist der Zuckerspiegel im Blut chronisch zu hoch, bemerken Betroffene meist nichts davon. Zwar gibt es Symptome, doch sind diese unspezifisch und äußern sich oft nicht oder nur schwach. Dennoch sind erhöhte Werte tückisch. Denn langfristig lagern sich dann Zuckermoleküle im Gewebe ab. Das schädigt vor allem die haardünnen Blutkapillaren in Augen und Nieren, fördert aber auch Verkalkungen der großen Arterien und Schäden an den Nerven.

Die häufigsten Folgekrankheiten erhöhter Zuckerwerte sind:

Wer bei Diabetes auf gute Werte achtet, senkt das Risiko, dass der Zucker die Gefäße, Nerven und Organe beschädigt. Wer den Blutzucker selbst misst, kann leichter überprüfen, wie die Werte auf eine Mahlzeit oder Sport reagieren, ob die Behandlung wie gewünscht anschlägt. So kann er im Zweifelsfall entsprechend handeln oder die Therapie mit dem Arzt besprechen.

Anzeichen erhöhter Blutzuckerwerte

Während ein Typ-1-Diabetes meist sehr rasch – innerhalb weniger Wochen – entsteht und dank seiner typischen Symptome (z.B. starker Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Schlappheit) gewöhnlich auch schnell erkannt wird, vergehen bei Typ-2-Diabetes oft viele Jahre bis zur Diagnose.

Denn diese Diabetesform macht meist keine oder nur unspezifische Beschwerden, die auch den Arzt nicht immer sofort an eine "Zuckerkrankheit" denken lassen. Dazu zählen etwa vermehrte Müdigkeit, eine verstärkte Neigung zu Infekten, eine verzögerte Wundheilung, trockene und juckende Haut und vermehrter Durst.

Typ-2-Diabetes: Bei Diagnose oft schon Folgeschäden

Viele Typ-2-Diabetiker wissen daher jahrelang nichts von ihrer Erkrankung. Wird sie dann entdeckt, bestehen oft schon Folgeschäden des Diabetes – wie etwa Netzhautschäden am Auge, eine Nierenschwäche, schlecht heilende Fußgeschwüre oder Durchblutungsstörungen am Herzen.


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