{{suggest}}


Coronakrise: „Eine Infektion kann für mich sehr gefährlich sein“

Manfred H. (67) aus Wächtersbach in Hessen hat Typ-2-Diabetes. Hier erzählt er, wie sein Alltag in Zeiten von Corona aussieht

von Katja Töpfer, 02.04.2020
Diabetiker

Manfred H. (67) aus Wächtersbach in Hessen


Am Aschermittwoch habe ich noch mit meinen Freunden vom Karnevalsverein gefeiert. Heute verlassen meine Frau und ich das Haus nur selten. Meine Frau war im Februar schwer krank, hatte eine Influenza und eine Lungenentzündung. Das Corona-Virus macht ihr große Angst. Im Moment geht sie nicht mal vor die Tür, um den Müll rauszubringen.

Unser Sohn wohnt in der Nähe und erledigt die meisten Einkäufe für uns. Er kommt gar nicht in die Wohnung, sondern stellt den vollen Einkaufskorb vor der Tür ab. Ich habe ja Typ-2-Diabetes. Um unsere Medikamente in der Apotheke zu bestellen, nutze ich eine App.

Das geht ganz einfach. Ich fotografiere das Rezept mit meinem Handy und schicke es an meine Apotheke. Ein Lieferservice der Apotheke hier in Wächtersbach bringt mir dann die Medikamente bis an die Haustür. Das ist sehr praktisch.

Ich muss gut auf meine Füße aufpassen

Nächste Woche gehe ich seit Langem mal wieder in die Stadt. Ich habe einen Termin bei meiner Podologin. 2011 wurde mir aufgrund eines diabetischen Fußsyndroms der rechte Vorderfuß amputiert. An der Abtrennungsstelle wird die Hornhaut leicht rissig, auf meine Füße muss ich daher gut aufpassen.

Meine Podologin legt auf Hygiene großen Wert. Sie trägt Handschuhe und Mundschutz und desinfiziert den Stuhl nach jeder Behandlung.

Auch ich habe mir ein Desinfektionsmittel gekauft, 49 Euro für einen halben Liter. Wucher! Aber ich will mich so gut wie möglich schützen.

Ich mache mir nichts vor. Ich habe Herzprobleme und drei Stents, eine Infektion mit dem Coronavirus kann für mich sehr gefährlich sein. Und meine Frau ist Asthmatikerin. Auch sie ist sehr gefährdet.


Nachrichten zum Thema Diabetes

Handy

Aktuelle Nachrichten zum Thema Diabetes