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Typ-1-Diabetes: Folgeerkrankungen

Ein Diabetes kann auf Dauer zahlreiche Organe beschädigen. Ein Überblick über die am häufigsten betroffenen Körperstellen

aktualisiert am 08.05.2017
Rothaarige Frau mit Sommersprossen

Die Augen gehören zu den Organen, die bei Diabetes Schaden nehmen können


Die im Folgenden beschriebenen Krankheiten können im Zuge erhöhter Blutzuckerwerte bei Diabetes auftreten. Es muss aber nicht zwangsläufig zu ihnen kommen. Vor allem eine gute Stoffwechseleinstellung trägt dazu bei, diese Folgeerscheinungen eines Diabetes zu vermeiden.

Herz und Kreislauf

Hohe Blutzuckerwerte fördern die Entstehung von Verkalkungen an den Gefäßinnenwänden, auch Arteriosklerose genannt. Diese Engstellen und Schäden an den großen Blutgefäßen wiederum erhöhen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine. Bei Diabetes kommen schwerwiegende Gefäßkomplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall um ein Vielfaches häufiger vor als bei Menschen ohne Zuckerkrankheit. In Kombination mit zusätzlichen Risikofaktoren wie Rauchen steigt die Gefahr noch einmal bedeutend an. Veränderungen der großen Blutgefäße können zudem zu Erektionsstörungen oder zum diabetischen Fuß (siehe unten) führen.

Augen

Schädigungen der Netzhaut in den Augen gehören zu den häufigsten Folgen eines Diabetes. Sie können bis hin zur Erblindung führen. Hohe Blutzuckerwerte beschädigen die kleinen Gefäße in der Netzhaut. Dadurch kommt es dort zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen. Das kann das Wachsen neuer, sehr brüchiger Gefäße auslösen. Diese platzen und reißen leicht, was zu Einblutungen im Auge führt. Im schlimmsten Fall kann sich die Netzhaut ablösen. Verschiedene Formen der Laserbehandlung können bei fortgeschrittenen Netzhautschäden das Risiko der Erblindung senken.

Nieren

In den Nieren schädigt hoher Blutzucker auf Dauer die kleinen Blutgefäßknäuel. Als Folge dieser sogenannten diabetischen Nephropathie können die Nieren das Blut schlechter filtern. Weitere Faktoren wie Bluthochdruck und Rauchen können diesen Prozess verstärken. Wird er nicht gestoppt, kann es zu einem Nierenversagen kommen.

Nerven

Ein langjährig erhöhter Blutzucker kann auch an den Nervenzellen seine Spuren hinterlassen. Fachleute sprechen hier von einer diabetischen Neuropathie. Diese macht sich vielfältig bemerkbar. So sind Missempfindungen wie Taubheit, Kribbeln oder Ameisenlaufen vor allem in den Füßen ebenso mögliche Beschwerden wie eine verringerte Empfindung von Temperaturunterschieden bei Berührungen. Sind die für die Steuerung von Muskeln zuständigen Nerven geschädigt, kann es zu Fehlstellungen kommen, zum Beispiel einer Krallenbildung der Zehen. Wenn die Nerven an den inneren Organen beschädigt sind, kann das – je nach betroffener Stelle – zu Herzrhythmusstörungen und Verdauungsbeschwerden führen.

Füße

Zu den besonders gefährdeten Körperregionen bei Diabetes gehören die Füße. Kleine Verletzungen können sich hier schnell zu Geschwüren entwickeln, sodass unter Umständen sogar eine Amputation notwendig wird. Zur Entstehung des diabetischen Fuß-Syndroms tragen vor allem Nervenschäden und Durchblutungsstörungen durch Engstellen in den Blutgefäßen bei. Beides führt dazu, dass schneller Verletzungen an den Füßen entstehen und das Immunsystem diese schlechter in den Griff kriegt.


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