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Typ-1-Diabetes und Zöliakie: Gemeinsame Gene

Manche Typ-1-Diabetiker haben auch eine Gluten-Unverträglichkeit. Jetzt entdeckten Forscher: Beide Krankheiten haben gemeinsame genetische Wurzeln

von AB/www.diabetes-ratgeber.net, aktualisiert am 19.10.2011
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Rund fünf Prozent aller Typ-1-Diabetiker haben eine Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie)


Etwa fünf Prozent aller Menschen mit Typ-1-Diabetes leiden gleichzeitig unter einer Zöliakie, einer Unverträglichkeit des in vielen Getreidesorten vorkommenden Klebereiweißes Gluten. Umgekehrt entwickeln rund fünf Prozent der Zöliakie-Patienten einen Diabetes mellitus vom Typ 1.

Britische Wissenschaftler entdeckten jetzt, dass die beiden Krankheiten gemeinsame genetische Wurzeln haben. Für ihre Studie, die sie in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlichten, hatten sie Gewebsproben von fast 20.000 Patienten untersucht und dabei mehrere gemeinsame Gene entdeckt. Die Forscher folgern aus ihren Ergebnissen, dass das Getreideeiweiß Gluten, das die Zöliakie auslöst, bei entsprechend veranlagten Menschen möglicherweise auch die Entstehung eines Typ-1-Diabetes anstoßen könnte.

Therapie der Zöliakie: Glutenfreie Ernährung

Menschen mit Zöliakie vertragen das in vielen Getreidesorten (z.B. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer) enthaltene Kelbereiweiß Gluten nicht. Es löst bei ihnen eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut aus, die dazu führt, dass Nährstoffe schlechter aufgenommen werden. Folgen sind beispielsweise Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen und Müdigkeit, bei Kindern auch Entwicklungsstörungen. Die Behandlung besteht in einer glutenfreien Ernährung.


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