Typ-2-Diabetes: Ursachen

Die wichtigsten Risikofaktoren für einen Typ-2-Diabetes sind eine genetische Veranlagung sowie ein ungesunder Lebenswandel

aktualisiert am 28.02.2017
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Ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel fördern einen Typ-2-Diabetes


Die Veranlagung zu Diabetes Typ 2 ist erblich. Wenn nahe Verwandte (vor allem Eltern, Geschwister) Typ-2-Diabetiker sind, beträgt die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens ebenfalls zu erkranken, bis zu 60 Prozent.

Der Lebensstil ist entscheidend

Trotz erblicher Vorbelastung muss es nicht zwangsläufig zu einem Typ-2-Diabetes kommen. Entscheidend für den Ausbruch der Krankheit ist vor allem ein ungesunder Lebenswandel mit starkem Übergewicht und Bewegungsmangel. Beides leistet einer Insulinresistenz Vorschub.

Das metabolische Syndrom

Typ-2-Diabetes oder ein Vorstadium (Prädiabetes) tritt häufig im Paket mit erhöhtem Blutdruck, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen auf. Mediziner sprechen in diesem Fall vom metabolischen Syndrom (Stoffwechsel-Syndrom, auch "tödliches Quartett"). Diese Krankheiten treten aus mehreren Gründen oft zusammen auf. Zum Teil haben sie schlicht die gleichen Ursachen. Außerdem können sich die einzelnen Krankheiten gegenseitig verstärken. So gibt es Hinweise, dass erhöhter Blutdruck die Insulinresistenz fördert.

Insulinresistenz bedeutet, dass die Zellen des Körpers unempfindlich auf Insulin reagieren. Das Hormon aus der Bauchspeicheldrüse schleust den Zucker aus dem Blut in die Zellen, die aus ihm Energie gewinnen und ihn zum Teil speichern. Sprechen die Zellen nicht oder kaum auf Insulin an, kann es diese Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen.

Fettgewebe stört Insulinempfindlichkeit

Übergewicht begünstigt diese Entwicklung, da Fettgewebe, insbesondere das Fettgewebe am Bauch, Botenstoffe ausschüttet, die eine Insulinresistenz fördern. Bewegungsmangel verstärkt vor allem bei Muskelzellen die Insulinresistenz.

Zunächst versucht der Körper, die Insulinresistenz zu überwinden, indem er mehr Insulin ausschüttet. In einem frühen Stadium des Diabetes ist der Insulinspiegel im Blut daher erhöht (Hyperinsulinämie). Schließlich erschöpft die Insulinproduktion. Der Insulinspiegel sinkt und der Blutzuckerspiegel steigt – bis er so hoch ist, dass die Kriterien für die Diagnose eines Diabetes mellitus erfüllt sind (siehe Kapitel: Diagnose).


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