Übergewicht

Übergewicht kann Krankheiten wie Typ-2-Diabetes oder Bluthochdruck begünstigen. Ob jemand übergewichtig ist, wird in der Regel mit Hilfe des Body-Mass-Index berechnet

29.12.2015
Waage

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Ob jemand Übergewicht besitzt oder nicht, wird in der Regel mit Hilfe des Body-Mass-Index (BMI) bestimmt. Dieser berechnet sich wie folgt:

  1. Nehmen Sie Ihre Körpergröße in Metern mit sich selbst mal (z.B. 1,74 x 1,74 = 3,03)
  2. Teilen Sie Ihr Körpergewicht in Kilo (z.B. 80 kg) durch den Wert aus 1. (z.B. 80 : 3,03), dann erhalten Sie Ihren BM-Indexwert von 26,4. (Hier können Sie Ihren BMI ausrechnen lassen.)

Ein erwachsener Mensch gilt als normalgewichtig, wenn er einen BMI zwischen 18,5 und unter 25 besitzt. Ab einen BMI von 25 liegt Übergewicht vor, ab Werten von 30 oder mehr sprechen Ärzte von Fettleibigkeit.

Zahl der Übergewichtigen steigt in Deutschland

Wie auch in vielen anderen Ländern, hat in Deutschland der Anteil übergewichtiger Menschen in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen: Etwa zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen gelten nach Angaben des Robert Koch-Instituts hierzulande als übergewichtig.

Übergewicht kann neben der zu hohen Energiezufuhr, meist in Form von Fetten, noch weitere Ursachen haben. Wissenschaftler vermuten zum Beispiel, dass zum Teil auch genetische Faktoren eine Rolle spielen. Übergewicht ist ein Risikofaktor für Herz- und Kreislauferkrankungen. Zusammen mit anderen Risikofaktoren ist es Bestandteil des Metabolischen Syndroms.

Übergewicht begünstigt Typ-2-Diabetes

Übergewicht fördert die Insulinresistenz und ist daher an der Entstehung des Typ-2-Diabetes beteiligt. Auf der anderen Seite kann eine Gewichtsreduktion die Insulinresistenz vermindern und damit zu einer verbesserten Wirksamkeit des körpereigenen Insulins beitragen.

Einige Experten kritisieren aber auch die Einteilung in Normal- oder Übergewicht mittels BMI. Denn dieser berücksichtigt nur das Gewicht im Vergleich zur Körpergröße. Aber nicht, woraus sich dieses Gewicht zusammensetzt – ob vor allem aus Muskeln oder aus Fettgewebe. Außerdem spielt beim BMI keine Rolle, wo sich das Fett befindet. Forscher vermuten, dass vor allem das innere Fett, das sich im Bereich der Bauchorgane ansammelt, schädlich für die Gesundheit ist. Ein Maß für die Fettverteilung ist das Verhältnis von Taillenumfang zu Hüftumfang.