Beta-Zellen

Die Beta-Zellen liegen in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse. Sie stellen das Hormon Insulin her

aktualisiert am 29.06.2017
Bauchspeicheldrüse (Schematische Darstellung)

Die Bauchspeicheldrüse (gelb): In den Beta-Zellen wird Insulin gebildet


Beta-Zellen sind die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das blutzuckersenkende Hormon Insulin produzieren und ins Blut ausschütten. Daneben gibt es in der Bauchspeicheldrüse Alpha-Zellen, die das Hormon Glukagon produzieren. Glukagon ist ein Gegenspieler von Insulin: es erhöht den Blutzuckerspiegel und hilft so, den Blutzucker zu regulieren – etwa bei einer drohenden Unterzuckerung.

Alpha- und Betazellen befinden sich in kleinen Zellhaufen, die wie Inseln im Gewebe der Bauchspeicheldrüse verteilt sind. Diese werden nach ihrem Erstbeschreiber als Langerhans-Inseln oder schlicht als Inselzellen bezeichnet.

Die Beta-Zellen spielen somit eine zentrale Rolle bei der Regulation des Blutzuckerspiegels. Über ein dichtes Netz sehr feiner Blutgefäße in den Langerhans-Inseln stehen die Beta-Zellen direkt mit dem Blutkreislauf in Verbindung. Steigt der Gehalt an Glukose (Traubenzucker) im Blut, löst das eine Kette von Reaktionen in den Beta-Zellen aus, an deren Ende die Zellen Insulin ins Blut ausschütten. Der Blutzuckerspiegel sinkt.

Beim Typ-1-Diabetes zerstört das eigene Immunsystem die Beta-Zellen. Die Betroffenen sind deshalb lebenslang auf eine Insulintherapie angewiesen.

Beim Typ-2-Diabetes ist dagegen die Insulinwirkung beeinträchtigt, sodass die Zellen schlechter auf das Hormon ansprechen. Die Beta-Zellen produzieren zunächst verstärkt Insulin, bis oft nach mehreren Jahren Erkrankungsdauer schließlich die Insulinproduktion versiegt.