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Bulimie

Essstörungen sind bei jungen Frauen mit Typ-1-Diabetes besonders problematisch. Bei der Bulimie wechseln typischerweise Essanfälle mit absichtlichem Erbrechen

12.08.2015
Junges Mädchen vor dem Spiegel

Bin ich zu dick? Menschen mit Bulimie haben Angst vor dem Zunehmen


Die Bulimie (Bulimia nervosa) ist eine Form der Essstörung und wird auch als Ess-Brechsucht bezeichnet. Betroffene fürchten, zu dick zu werden. Unter Bulimie leiden überwiegend Frauen. Oft beginnt die Essstörung im Teenageralter.

Charakteristisch ist ein Wechselspiel aus Essattacken, bei denen unkontrolliert große Mengen an Nahrung verzehrt werden, und Versuchen, eine Gewichtszunahme zu vermeiden. Zum Beispiel durch selbst ausgelöstes Erbrechen oder Abführmittel. Bulimie-Patientinnen haben dabei oft ein normales Gewicht, im Gegensatz etwa zur Anorexia nervosa. Diese Essstörung tritt vor allem in Kombination mit Untergewicht auf.

Sowohl Bulimie als auch Anorexia nervosa treten bei jungen Patientinnen mit Typ-1-Diabetes gehäuft auf. Die Störungen können eine schwere Belastung für die Diabetestherapie sein. So besteht die Gefahr, dass Betroffene absichtlich weniger Insulin spritzen (Insulin purging), um einer Gewichtszunahme entgegenzuwirken. Das kann die Blutzuckerwerte akut verschlechtern und Ketoazidosen begünstigen.

Ein erster wichtiger Schritt zur Behandlung ist für Frauen mit Bulimie, das Verhalten als Problem zu erkennen. Im Anschluss kann ein Mix aus verschiedenen Behandlungselementen, etwa einer Psychotherapie und einer Ernährungsberatung, dabei helfen, die Essstörung zu überwinden.