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Bypass

Bei einer Bypass-Operation legen Ärzte eine Umleitung, um eine bestimmte Stelle zu umgehen – vor allem bei einem Blutgefäß oder im Darm

aktualisiert am 14.08.2015
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Weg zur OP: Ein Bypass am Herz kann Leben retten


Gefährliche Engstellen in den Herzkranzgefäßen oder den Beinarterien lassen sich mithilfe eines Bypass umgehen. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "Umgehung". Ein Bypass leitet zum Beispiel den Blutfluss um die betreffende Stelle um. Er stellt damit sicher, dass Organe oder Körperregionen wieder ausreichend mit Blut versorgt werden.

Bei der Bypass-Operation werden entweder künstliche Gefäßprothesen oder körpereigene Gefäße eingesetzt. Verwendet wird bei Operationen am Herzen meist ein Abschnitt einer Vene (Venenbypass) oder einer Brustarterie (Arterienbypass). Das verschlossene Gefäß wird bei der Operation belassen.

Magen-Bypass: Verkürzte Darmpassage

Der Magen-Bypass ist eine Methode der Adipositas-Chirurgie. Dabei teilen die Ärzte den Magen: In einen kleineren Teil, der direkt an den Dünndarm angeschlossen wird und durch den der Speisebrei fließt. Der übrige größere Teil vom Magen bleibt zwar funktionsfähig, wird aber künftig von der gegessenen Nahrung umgangen.

Dadurch verkürzt sich insgesamt der Weg der Nahrung durch den Darm, der Körper kann weniger Nährstoffe aufnehmen. Auf diese Weise kann ein Magen-Bypass bei extremer Fettleibigkeit beim Abnehmen helfen.