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Diabetes Typ 2: Wie hoch ist Ihr Risiko?

Millionen Menschen in Deutschland haben ein erhöhtes Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Sie auch? Machen Sie den Test!

von Tina Haase, aktualisiert am 30.01.2019
Frau vorm Laptop

Beantworten Sie online zehn Fragen und schätzen Sie Ihr persönliches Diabetes-Risiko ein


Sieben ­Millionen Menschen in Deutschland haben Typ-2-Diabetes und wissen das auch. Zwei Millionen sind Schätzungen zufolge schon erkrankt, wissen aber nichts von ihrem Diabetes. Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe, die meist nicht im Fokus steht: Menschen, die zwar normale Blutzuckerwerte haben, aber dennoch ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes. Doch wie finden Betroffene heraus, ob sie gefährdet sind? Wie schaffen sie es, die Krankheit zu verhindern oder zumindest hi­nauszuzögern?

Risikotest mit zehn Fragen

Wer Mutter, Vater oder Geschwister mit Typ-2-Diabetes hat, trägt selbst ein höheres Risiko für die Krankheit. Und wenn der Partner Dia­betes hat, man selbst aber (noch) nicht, lohnt es sich, genau hinzugucken. Denn oft haben sich in Familien Lebensgewohnheiten verfestigt, die Diabetes fördern: zu wenig Bewegung etwa oder ungesunde Ernährung. Doch es gibt noch weitere — und überraschende — Gründe, die das Risiko für Typ-2-Dia­betes erhöhen. Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) in Neuherberg bei München haben einen Diabetesrisiko-Selbsttest entwickelt.

"Mithilfe dieses Fragebogens können Erwachsene schnell und präzise ermitteln, wie hoch ihr persönliches Risiko in Prozent ist, innerhalb der nächsten fünf Jahre an Typ-2-Diabetes zu erkranken", sagt Professor Dr. Matthias Schulze, Epidemiologe und Ernährungswissenschaftler am Deutschen Institut für Ernährungsforschung.

Zehn Fragen, zehn Kreuzchen — und schon sind Sie schlauer: Hier geht es zum Diabetesrisiko-Selbsttest des Deutschen Insituts für Ernährungsforschung (DIfE) und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD).

Der Fragebogen basiert auf Daten der Potsdamer EPIC-Studie, einer Langzeit-Ge­sund­heitsuntersu­chung mit mehr als 27.000 Frauen und Männern. Anhand der gewonnenen Informationen haben Schulze und sein Team zehn Aspekte bestimmt und gewichtet, aus denen der Fragebogen besteht. Alle paar Jahre passen die Forscher den Test dem wissenschaftlichen Stand an. In der aktuellen Version haben sie zum Beispiel auch die familiäre Vorbelastung  berücksichtigt, was in früheren Tests nicht der Fall war.

Gene kann man nicht beeinflussen, genauso wenig wie das Alter, das beim Diabetesrisiko auch eine Rolle spielt. Bei anderen Punkten dagegen kann jeder selbst etwas tun, um länger gesund zu bleiben: etwa mit Bewegung, gesunder Ernährung und Rauchverzicht.

Rechtzeitig gegensteuern

"Jeder, der noch keinen Diabetes hat, sollte alle paar Jahre den Test machen. Je früher man von seinem Diabetesrisiko weiß, desto leichter lässt sich gegensteuern", sagt Experte Schulze. Wer mit dem Test ein erhöhtes oder hohes Risiko festgestellt hat, sollte sofort etwas unternehmen: "Nicht morgen, sondern heute", sagt Professor Dr. Peter Schwarz, Präventionsmediziner und Diabetologe an der Universitätsklinik Dresden. Machen Sie einen Termin mit Ihrem Arzt aus, und lassen Sie sich untersuchen. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass Sie bereits Diabetes haben.

Das Problem: ­Typ-2-Diabetes verursacht anfangs meist keine Beschwerden. Die Krankheit bleibt deshalb oft jahrelang unentdeckt. Doch dauerhaft hohe Zuckerwerte richten im Körper Schäden an: zum Beispiel an den Augen, den Nieren oder den Nerven. Durch eine rechtzeitige Behandlung lässt sich das in vielen Fällen verhindern. Der Arzt berät Sie auch zu den Themen Abnehmen und Bewegung.


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