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Diabetes insipidus

Bei dieser seltenen Krankheit liegt eine Störung des Hormons ADH vor. Patienten haben vermehrt Durst und scheiden viel Urin aus

06.02.2015
Wasser trinken

Starker Durst kann ein Anzeichen eines Diabetes insipidus sein


Beim Diabetes insipidus handelt es sich um eine Störung des Wasserhaushalts mit Verlust großer Mengen an Flüssigkeit über den Urin und als Folge davon übermäßigem Durst.

Diese seltene Erkrankung hat mit dem Diabetes mellitus nur das erste Wort gemeinsam. Diabetes bedeutet soviel wie "Hindurchfließen" – in diesem Fall des Harns, der bei der Zuckerkrankheit wegen der Zuckerausscheidung honigsüß (lateinisch: mellitus) schmeckt. Beim Diabetes insipidus dagegen ist er ohne krankhafte Beimengungen und daher geschmacklos (insipidus: ohne Geschmack).

Die Krankheit kann verschiedene Ursachen haben: In der Regel steckt ein Mangel oder eine gestörte Wirkung des Hormons Vasopressin dahinter, auch antidiuretisches Hormon (ADH) genannt, das eine Rolle bei der Regulation des Flüssigkeitshaushalts spielt. Die Nieren sind dann nicht in der Lage ausreichend Flüssigkeit zurückzuhalten. Diabetes insipidus kann vererbt werden, aber auch im Laufe des Lebens durch andere Erkrankungen, zum Beispiel der Nieren oder des Gehirns entstehen.

Durch die Austrocknung des Körpers kann der Diabetes insipidus lebensbedrohlich werden. Bei der Behandlung gilt es zunächst, den Verlust an Flüssigkeit und Salzen abzufangen. Je nach vorliegender Ursache können bestimmte Medikamente zum Einsatz kommen, die die Wirkung des Hormons ADH nachahmen oder auf die Nieren wirken