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Genetisches Risiko

Bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes spielen die Gene eine Rolle. Wie hoch das Risiko ist, hängt auch davon ab, wer in der Familie bereits erkrankt ist

07.09.2015
Glückliche Eltern

Vorbelasteter Nachwuchs? Die Gene haben bei beiden Diabetesformen einen Anteil


Das genetische Risiko sagt aus, wie gefährdet jemand aufgrund seines Erbguts für eine bestimmte Erkrankung ist. Dieses Risiko kann variieren, je nachdem wer in der Verwandtschaft erkrankt ist.

Beispiel Typ-1-Diabetes: Er entsteht, wenn das Immunsystem des Körpers die Insulin herstellenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Fachleute sprechen dabei von einer Autoimmunreaktion. Umweltfaktoren spielen vermutlich eine wichtige Rolle. Forscher haben aber auch mehrere Gene gefunden, die wohl mit der Entstehung eines Typ-1-Diabetes in Verbindung stehen.

Hat die Mutter Typ-1-Diabetes, soll das Risiko, selbst zu erkranken, bei etwa drei Prozent liegen. Hat der Vater diese Form der Zuckerkrankheit, sind es sogar acht Prozent.

Zur Entstehung eines Typ-2-Diabetes kann neben Übergewicht und Bewegungsmangel ebenfalls eine genetische Veranlagung beitragen. Auch hier sind mehrere Gene bekannt, die wohl die Krankheit fördern. Aus Zwillingsstudien wissen Forscher, dass diese Diabetesform in noch höherem Maß erblich bedingt ist als Typ-1-Diabetes.