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Glukagon

Das Hormon erhöht den Glukosespiegel im Blut und ist damit ein Gegenspieler von Insulin

aktualisiert am 08.09.2015
Bauchspeicheldrüse (Schematische Darstellung)

Die Bauchspeicheldrüse (gelb) bildet Glukagon und Insulin


Das Hormon Glukagon stammt aus den Alpha-Zellen, die sich in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse befinden. Es erhöht den Blutzuckerspiegel, indem es die Zuckerreserven der Leber (Glykogen) mobilisiert und dort die Zuckerneubildung (Glukoneogenese) anregt. Die Zuckermoleküle werden anschließend in die Blutgefäße abgegeben. Glukagon wird freigesetzt, wenn der Blutzuckerspiegel zu tief absinkt.

Glukagon wirkt damit entgegengesetzt zu Insulin, das ebenfalls in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Insulin senkt den Blutzucker, indem es die Glukose-Moleküle aus den Adern in die Körperzellen weiterleitet. Das Zusammenspiel von Insulin und Glukagon trägt bei gesunden Menschen dazu bei, den Blutzuckerspiegel im Lot zu halten und zu hohe und zu tiefe Werte zu vermeiden.

Glukagon kommt als Arznei in Form von Fertigspritzen (Glukagon-Spritzenset) zum Einsatz. Es dient als Notfallmittel bei schweren Unterzuckerungen.