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Glykiertes Hämoglobin

Der Grad der Zuckerablagerung am roten Blutfarbstoff Hämoglobin gibt wichtige Hinweise auf die Diabeteseinstellung

10.05.2016
Hämoglobin

Rotes Blutkörperchen: Traubenzucker bindet sich an den roten Blutfarbstoff


Ein Teil des Traubenzuckers (Glukose) im Blut bindet sich an den roten Blutfarbstoff (Hämoglobin), der sich in den roten Blutkörperchen befindet. Je höher die Zuckerkonzentration im Blut, desto mehr Glukosemoleküle gehen mit Hämoglobin diese Verbindung ein.

Menschen mit Diabetes haben in der Regel einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Deswegen weist das Hämoglobin bei ihnen meist einen erhöhten Verzuckerungsgrad auf.

Da die Verbindung stabil ist, lässt sich mithilfe einer Blutprobe im Labor abschätzen, wie hoch die Blutzuckerwerte durchschnittlich in den letzten acht bis zwölf Wochen waren. Rote Blutkörperchen haben eine Lebensdauer von rund 120 Tagen. Dieser HbA1c-Test dient vor allem bei Menschen mit Diabetes dazu, die Stoffwechseleinstellung unabhängig von kurzfristigen Schwankungen zu überprüfen.

Bei gesunden Menschen liegt der HbA1c-Wert um die 30 mmol/mol beziehungsweise fünf Prozent. Das heißt, dass etwa fünf Prozent der Hämoglobinmoleküle verzuckert sind.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft empfiehlt, dass der HbA1c bei Typ-1-Diabetes unter 7,5 Prozent oder 58 mmol/mol liegen sollte, falls das ohne erhöhtes Unterzuckerungsrisiko möglich ist. Bei Typ-2-Diabetes gilt ein Zielbereich von 7,5 bis 6,5 Prozent (58 bis 48 mmol/mol) als erstrebenswert.