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Glykierung

Glykierung bezeichnet die Anbindung von Zuckermolekülen an Proteine. Diese Reaktion lässt sich nutzen, um bei Diabetes den Blutzuckerverlauf über eine längere Zeit zu bestimmen

aktualisiert am 08.05.2014
Bestimmung des HbA1c-Wertes

Der HbA1c-Wert bestimmt den Anteil an glykiertem Hämoglobin im Blut


Bei einer Glykierung (auch: Glykation) bindet sich Zucker an Proteine. Zum Beispiel können Traubenzucker-Moleküle im Blut eine Verbindung mit dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin eingehen.

HbA1c misst glykiertes Hämoglobin

Diese biochemische Reaktion lässt sich bei Diabetes mellitus nutzen, um den Blutzuckerlangzeitwert HbA1c im Blut zu bestimmen. Die Kurzbezeichnung steht für Glykohämoglobin oder glykiertes Hämoglobin. Der HbA1c-Wert beschreibt, wie hoch der Anteil an glykiertem Hämoglobin im Blut ist. Hämoglobin befindet sich in den roten Blutkörperchen. Diese haben eine Lebenszeit von durchschnittlich etwa 120 Tagen.

Der Langzeitblutzucker bildet demnach den durchschnittlichen Blutzuckerwert etwa der letzten acht bis zwölf Wochen ab. Umgangssprachlich heisst er deshalb auch Blutzuckergedächtnis. Je höher der Blutzuckerspiegel im Mittel in der zurückliegenden Zeit ist, umso höher ist auch der Anteil an glykiertem Hämoglobin. Der HbA1c-Wert kann so auch dazu dienen, um einem Verdacht auf Diabetes zu nachzugehen.

Verstärkte Glykierung kann Zellen schädigen

Glykierung spielt außerdem eine Rolle bei der Entwicklung von Folgeerkrankungen bei Diabetes. Denn die "Verzuckerung" wichtiger Stoffe im Körper kann letztlich die Funktionsfähigkeit der betroffenen Zellen beeinträchtigen.