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Insulinpumpe

Eine Insulinpumpe versorgt Diabetiker fortlaufend mit Insulin. Das Gerät trägt der Betreffende normalerweise Tag und Nacht am Körper

16.04.2014
Insulinpumpe

Eine Insulinpumpe kann manchen Diabetikern das Leben erleichtern


Eine Insulinpumpe versorgt den Träger bei Diabetes mit Insulin. Dabei gibt die Pumpe fortlaufend kleine Mengen Insulin ab. Das soll den Grundbedarf des Körpers abdecken. Per Knopfdruck kann der Träger außerdem zusätzlich Insulin freisetzen, etwa zu den Mahlzeiten.

Die Pumpe wird außen am Körper getragen. Über einen sehr dünnen Schlauch – den Katheter – gelangt das Insulin zu einer im Unterhautfettgewebe platzierten Kanüle. Dieses Infusions-Set bleibt in der Regel ungefähr zwei bis drei Tage lang in der Haut und wird dann ausgetauscht, damit es nicht zu Reizungen und Infektionen kommt.

Infografik Insulinpumpe

Bestandteile und Funktionen einer Insulinpumpe

Das obige Bild zeigt beispielhaft, wie eine Insulinpumpe aussieht. Mit einem Klick auf die Lupe bekommen Sie eine vergrößerte Darstellung der Insulinpumpe zu sehen. Die Ziffern 1-8 erklären die einzelnen Bestandteile und Funktionen:

  1. Über die Bedienknöpfe wird die Insulindosis eingestellt
  2. Die Batterie versorgt das Gerät mit Energie
  3. Bedienknöpfe
  4. Der Adapter verbindet die Insulinampulle mit dem Katheter
  5. Das Display zeigt die Uhrzeit und die stündliche Insulinabgabe an
  6. Die Insulinampulle enthält den Insulinvorrat für mehrere Tage
  7. Der Motor drückt über die Gewindestange den Ampullen-Stopfen nach vorn, sodass Insulin abgegeben wird
  8. Der Katheter besteht aus einem dünnen Schlauch und einer Kanüle, die unter die Haut geschoben wird

Trotz Insulinpumpe: Blutzucker messen!

Heutige Messgeräte erfassen recht zuverlässig den Trend des Blutzuckerverlaufs und können Warnsignale abgeben, wenn festgelegte Grenzen über- oder unterschritten werden. Dennoch sollten Insulinpumpenträger regelmäßig den Blutzuckerspiegel selbst kontrollieren, um auf Nummer sicher zu gehen.

Anlass für eine Umstellung auf die Pumpentherapie kann eine unzureichende Stoffwechselstabilisierung mit Injektionstherapie, häufige unbemerkte Unterzuckerungen, eine Schwangerschaft oder allgemein der Wunsch nach verbesserter Lebensqualität sein.

Die Pumpentherapie setzt eine sorgfältige Schulung und Betreuung der Benutzer bzw. der Eltern voraus. Besonders auf die Gefahr einer unbemerkten Unterbrechung der Insulinzufuhr muss hingewiesen werden.