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MODY-Diabetes

Eine seltene Diabetesform, die auf einem Gendefekt beruht. Überwiegend junge Menschen erkranken. Die Erscheinungsform erinnert oft an einen Typ-2-Diabetes

aktualisiert am 05.07.2016
Jugendlicher

Ein MODY-Diabetes bricht vor allem in jungen Jahren aus


MODY-Diabetes gehört zu den eher seltenen Typ-3-Diabetesformen.MODY ist die Abkürzung von "Maturity Onset Diabetes of the Young". Dies bedeutet, dass es sich um eine bei jungen Menschen auftretende Diabetesform handelt, die aber in gewisser Weise an einen Typ-2-Diabetes erinnert. MODY-Diabeteserkrankungen gehen auf spezielle Genveränderungen zurück. Schätzungen zufolge beruhen zwischen ein und zwei Prozent aller Diabetesfälle auf einem MODY.

Es gibt unterschiedliche MODY-Formen. Die jeweils vorliegende Genveränderung beeinträchtigt die Insulin produzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse. Dadurch kommt es zu einem relativen Insulinmangel. Die Betroffenen verfügen also noch über bestimmte Mengen an Insulin, doch reichen diese nicht aus, um genügend Zucker aus dem Blut in die Zellen zu schleusen.

MODY 3 gehört zu den häufigsten MODY-Formen. Er bildet sich oft um das 14. Lebensjahr herum. Die Patienten müssen häufig praktisch von Anfang an Blutzucker senkende Tabletten einnehmen und teilweise nach einiger Zeit auch Insulin spritzen.

MODY 1 ähnelt MODY 3, tritt aber etwas später auf und ist weitaus seltener. MODY 2 tritt schon bei Kindern auf. Diese Form verläuft eher mild, in der Regel genügen Bewegung und Diät als Therapie. MODY 5 liegt gleichauf mit MODY 1. Daneben gibt es noch weitere MODY-Formen, die aber seltener sind.

Vererbung

Merkmale des MODY-Diabetes:

  • Er tritt meist vor dem 25. Lebensjahr auf.
  • Fast alle Formen zeigen einen fortschreitenden Verlauf.
  • Es liegt kein vollständiger, sondern ein relativer Insulinmangel vor.
  • Beim MODY-Diabetes sind keine Diabetes-spezifischen Antikörper nachweisbar. Auch Übergewicht ist nicht typisch
  • Ist ein Elternteil betroffen, erkrankt die Hälfte der Nachkommen in einer Familie. Die Krankheit wird geschlechtsunabhängig vererbt.