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Ulkus (Geschwür)

Ulkus oder Ulcus ist der medizinische Fachausdruck für ein Geschwür. Bei Diabetes sind vor allem die Füße gefährdet für diese Wunden

aktualisiert am 24.05.2017
Podologin Susanne Tolksdorf mit Patientin

Ulkus: Regelmäßige Kontrolle senkt das Risiko für Geschwüre


Ein Ulkus, auch Ulcus geschrieben, beschreibt Wunden, bei denen die Haut oder Schleimhaut bis in tiefe Gewebeschichten zerstört ist. Betroffen sind von diesen Geschwüren sowohl Organe (zum Beispiel Magen, Darm) als auch Gliedmaßen (zum Beispiel Unterschenkel, Füße). Ursache eines Ulkus können Durchblutungsstörungen, Infektionen und chronischer Druck auf das Gewebe sein, oder – bei Magengeschwüren – eine Schädigung der Schleimhaut.

Geschwüre an Fuß und Bein können zum Beispiel Folge einer chronischen Venenschwäche sein. Sie zählen aber auch zu den typischen diabetesbedingten Folgeschäden (siehe diabetischer Fuß).

Der diabetische Fuß

Nach langjährigem, schlecht eingestellten Diabetes sind oft die Nerven und Blutgefäße in den Füßen angegriffen. Nervenschäden führen dazu, dass kleine Wunden schmerzlos und damit unbemerkt bleiben. Weil die Durchblutung gestört ist und die körpereigene Abwehr nicht so gut funktioniert wie bei Gesunden, können sich kleine Verletzungen in die Tiefe des Gewebes ausdehnen und mit Bakterien infizieren. So entstehen schnell tiefe Geschwüre.

Solche diabetesbedingten Fußwunden müssen unbedingt fachgerecht behandelt werden, da sonst immer mehr Gewebe abstirbt und schlimmstenfalls eine Amputation nötig wird.

Was Menschen mit Diabetes selbst tun können, um der Entstehung eines Ulkus vorzubeugen:

  • Füße täglich kontrollieren und pflegen (siehe Tipps zur Fußpflege)
  • Auf gut sitzende, nicht drückende Schuhe achten
  • Bei Nervenschäden und Durchblutungsstörungen regelmäßig zum Podologen gehen
  • Schwielen, Druckstellen und Verletzungen rasch dem Arzt zeigen