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Diabetischer Fuß: Behandlung

Um einen diabetischen Fuß zu behandeln, sind in der Regel mehrere Maßnahmen nötig: die akuten Wunden versorgen, Durchblutung und Stoffwechsel verbessern sowie Druckstellen entlasten

aktualisiert am 27.05.2019
Diabetischer Fuß

Ein diabetischer Fuß braucht fachgerechte Behandlung von Spezialisten


Die Behandlung von Menschen mit einem diabetischen Fuß-Syndrom gehört in die Hände von Spezialisten. Diabetologen, Gefäßspezialisten, Chirurgen, Podologen, Pflegepersonal und Orthopädie-Schuhmacher und -Techniker sollten bei der Therapie eng zusammenarbeiten. Patienten sollten sich nach Möglichkeit in einer Fußambulanz oder einer diabetischen Schwerpunktpraxis behandeln lassen. Viele Diabetologen und Hausärzte sind zudem an Fußnetzwerke angebunden und können Patienten an entsprechende Experten weiterleiten.

Die Behandlung umfasst ein ganzes Bündel von möglichen Maßnahmen. Welche davon zum Tragen kommen, entscheiden die behandelnden Ärzte nach dem jeweiligen Wundstadium und dem vorliegendem Schaden.

  • Druckentlastung: Geschädigte Stellen müssen konsequent vom Druck entlastet werden. Dazu kann der Arzt etwa spezielle Schuhe, einen Rollstuhl oder Bettruhe verordnen.
  • Durchblutung verbessern: Engstellen in den Gefäßen behindern die Heilung von Wunden. Um die Durchblutung wieder herzustellen, kann eine Gefäßerweiterung von innen, etwa über einen Katheter, oder auch eine Bypass-Operation am Bein notwendig sein.
  • Akute Wunden versorgen und behandeln: Welche Maßnahmen bei der Wundbehandlung konkret nötig sind, hängt von Lokalisation, Ausmaß und Zustand der Wunde beim einzelnen Patienten ab.
  • Infektionen behandeln: Ist eine Wunde infiziert, ist eine gezielte Behandlung mit keimtötenden Mitteln und Antibiotika nötig.
  • Diabetes gut einstellen: Gute Blutzuckerwerte tragen dazu bei, die Wundheilung zu bessern und helfen, das Fortschreiten der Nervenschäden und Durchblutungsstörungen aufzuhalten.
  • Operationen: Lassen sich Fehlstellungen oder Infektionen anderweitig nicht ausreichend in den Griff kriegen, kann ein operativer Eingriff notwendig sein, die Deformität zu korrigieren oder die Ausbreitung des Infektionsherdes zu verhindern. Bei letzterem kann je nach Lage und Ausmaß eine Teilamputation ausreichen, bei der zum Beispiel nur ein einzelner Zeh amputiert wird, oder eine vollständige Amputation des betroffenen Fußes nötig werden. Patienten, die nicht ohnehin in einer spezialisierten Klinik oder Fußambulanz betreut werden, sollten nach Möglichkeit rasch eine zweite Meinung bei einem Fußspezialisten einholen, wenn eine Amputation vorgeschlagen wird.

Was Patienten tun können

Betroffene können selbst viel dazu beitragen, um einen diabetischen Fuß zu bessern. Zum einen sollten sie sich um gute Blutzuckerwerte bemühen, zum anderen sollten sie sich im Alltag achtsam um ihre Füße kümmern und, falls sie rauchen, damit aufhören. Tipps zur richtigen Fußpflege bei Diabetes finden Sie im Kapitel "Vorsorge". Der behandelnde Arzt kann Patienten bei einem diabetischem Fuß zudem an einen Podologen überweisen, der sich professionell um die Pflege der Füße kümmert.

Fußgymnastik kann dazu beitragen, Beweglichkeit und Durchblutung der Füße zu verbessern. Das richtige Schuhwerk ist wichtig, um Druckstellen zu entlasten und die Gefahr von Verletzungen zu verringern. Welche Maßnahmen ratsam sind, sprechen Patienten mit den behandelnden Fachleuten ab.


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