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Diabetischer Fuß: Diagnose

Ärzten stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, um die Füße bei Diabetes auf Schäden zu untersuchen und Verletzungen näher zu bestimmen

aktualisiert am 27.05.2019
Test des Vibrationsempfindens

Bei einem Stimmgabeltest überprüft der Arzt die Empfindlichkeit der Füße


Mindestens einmal jährlich sollte ein Arzt die Füße bei Menschen mit Diabetes überprüfen, bei erhöhtem Risiko, wenn bereits Nervenschäden oder Durchblutungsstörungen bestehen, auch öfter. Verschiedene Untersuchungen geben Aufschluss darüber, ob mit den Füßen alles in Ordnung ist und wie weit eventuell bestehende Schädigungen fortgeschritten sind:

  • Befragung zur Krankengeschichte des Patienten (Anamnese)
  • Untersuchung der Haut auf Veränderungen wie Trockenheit, fehlende Schweißbildung, Hornhautschwielen, Einrisse, Anzeichen von Fuß- und Nagelpilz, Verletzungen und Infektionen
  • Ein Stimmgabeltest oder ein Mikrofilament sowie Verfahren, die die Warm-Kalt-Wahrnehmung prüfen, geben Aufschluss, wie es um die Empfindlichkeit der Füße bestellt ist. Ein Mikrofilament ist ein Instrument mit einem elastischen Kunststofffaden. Diesen drückt der Arzt mit geringer Kraft auf die Fußsohle des Patienten, sodass der Faden gerade abknickt. Spürt dieser den Faden nicht, weist das auf einen Nervenschaden hin.
  • Bei Wunden untersucht der Arzt unter anderem Größe und Tiefe und achtet auf Entzündungszeichen. Bei infizierten Wunden kann er zur Bestimmung der Erreger Abstriche und Gewebeproben entnehmen, um danach eine gezielte Antibiotikatherapie einzuleiten.
  • Bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen können weitere Untersuchungen nötig sein, etwa eine Ultraschall-Doppler-Untersuchung der Bein-Arterien oder eine Gefäßdarstellung mit Kontrastmittel. Verengte Gefäße können zum Beispiel im Rahmen einer Katheteruntersuchung von innen aufgedehnt und so die Durchblutung wieder verbessert werden.
  • Beim Charcot-Fuß werden darüberhinaus spezielle Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomografie (MRT) nötig, um das Ausmaß der Veränderungen zu ermitteln und die bestmögliche Therapie einzuleiten.

Bei Durchblutungsstörungen der Füße sollte der Arzt unbedingt weitere möglicherweise betroffene Organe untersuchen. Dazu zählen in erster Linie die Gefäße, die das Herz und das Gehirn versorgen, aber auch die kleinen Gefäße der Nieren und Augen (siehe auch Ratgeber zu Herzinfarkt und diabetischem Nierenschaden).


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