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Diabetischer Fuß: Symptome

Gefährdete Füße bei Diabetes machen sich mit verschiedenen Anzeichen bemerkbar

aktualisiert am 27.05.2019
Füße im Bett

Nächtliche Schmerzen in den Beinen sind ein Anzeichen für eine Nervenschädigung


Die wichtigsten Anzeichen für einen diabetischen Fuß sind:

  • Eine verringerte Schmerz- und Temperaturempfindlichkeit an den Füßen
  • Eine zunehmend trockene Haut
  • Taubheit in den Füßen, Gehen wie auf Watte, Ameisenlaufen
  • Erhöhte Berührungsempfindlichkeit und stechende oder brennende Schmerzen, vor allem nachts
  • Krallenbildung an den Zehen
  • Rötungen, Schwellungen und Überwärmungen am Fuß, häufig ohne Schmerzen

Diese Beschwerden sollte auf jeden Fall ein Arzt abklären. Nimmt das Berührempfinden infolge von Nervenschädigungen ab, können Fußfehlstellungen entstehen, etwa Krallenzehen. An den Druckstellen können sich Hornhautplatten bilden, die auf das Gewebe drücken. Blasenbildungen und Einblutungen unter der Hornhaut sind weitere mögliche Folgen. Hornhautrisse sind ideale Eintrittspforten für Krankheitserreger und können akut gefährlich werden.

Patienten mit Diabetes sollten auf entsprechende äußere Veränderungen der Füße achten und bei Fehlstellungen sich an einen Arzt wenden.

Charcot-Fuß: Bruchgefahr erhöht

Eine Sonderform des diabetischen Fußes ist die "Diabetische Neuropathische Osteoarthropathie". Bei diesem auch Charcot-Fuß genannten Krankheitsbild können Knochen und Gelenke am Fuß schweren Schaden nehmen. Die Entstehung ist nicht völlig geklärt. Der Neuropathie kommt aber eine zentrale Bedeutung zu: Beschädigte Nerven begünstigen Fehlstellungen und damit Fehlbelastungen der Fußknochen. Veränderte Durchblutungsverhältnisse führen zu Störungen im Knochenstoffwechsel mit Knochenerweichung. Gleichzeitig werden die Knochen brüchiger.

Anfangs ist der Fuß geschwollen, gerötet und überwärmt. Dabei können Schmerzen und Missempfindungen vorhanden sein, aber auch fehlen. Es ist unbedingt nötig, sich unverzüglich an einen Fußspezialisten zu wenden. Ohne sofortige Behandlung steigt die Gefahr von plötzlichen Brüchen der Fußknochen und von Gelenkschäden. Schwere Fehlstellungen des Fußes sind eine häufige Folge. An der Fußsohle kann es durch Drucküberlastung und abgesunkene Knochenanteile zu einem Geschwür kommen. Im fortgeschrittenen Stadium kann das Fußgewölbe zusammensacken.

Es ist wichtig, den Fuß sofort in der Anfangsphase vollständig zu entlasten und ruhigzustellen, um den Zusammenbruch des Fußskeletts zu vermeiden und Wunden einzudämmen und heilen zu lassen. Dazu gehören unter Umständen mehrwöchige Bettruhe, Entastungsverbände, die Verwendung von Gehstützen oder eines Rollstuhls. Eine geeignete orthopädische Schuh- und Fußbettversorgung nach Maß kann den Fuß stabilisieren helfen. Ein instabiler oder verformter Fuß lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen operativ korrigieren. Ausreichende Schonung, Maßschuhversorgung sowie gute Stoffwechseleinstellung und regelmäßige ärztliche Kontrollen sind für einen guten Krankheitsverlauf entscheidend.


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