Diabetischer Fuß: Symptome

Gefährdete Füße bei Diabetes machen sich mit verschiedenen Anzeichen bemerkbar
aktualisiert am 26.10.2016

Nächtliche Schmerzen in den Beinen sind ein Anzeichen für eine Nervenschädigung

Fotolia/Chlorophylle

Die wichtigsten Anzeichen für einen drohenden diabetischen Fuß sind:

  • Eine verringerte Schmerz- und Temperaturempfindlichkeit an den Füßen
  • Eine zunehmend trockene Haut
  • Taubheit in den Füßen, Gehen wie auf Watte, Ameisenlaufen
  • Erhöhte Berührungsempfindlichkeit und stechende oder brennende Schmerzen vor allem nachts
  • Krallenbildung an den Zehen
  • Rötungen, Schwellungen und Überwärmungen am Fuß, häufig ohne Schmerzen

Diese Beschwerden unbedingt von einem Arzt abklären lassen. Das Gleiche gilt, wenn Verletzungen oder gar Geschwüre am Fuß bestehen.

Krallenzehen: Hornhaut kann sich bilden

Bei der Krallenbildung heben Betroffene den Vorfuß beim Gehen unzureichend an, so dass sie häufig über die eigenen Füße stolpern. Der Abrollvorgang des Fußes beim Gehen ändert sich. So konzentriert sich der Druck beim Gehen auf den Vorfuß. Hornhautplatten können sich bilden, die ihrerseits auf das Gewebe drücken. Blasenbildungen und Einblutungen unter der Hornhaut sind weitere mögliche Folgen. Hornhautrisse sind ideale Eintrittspforten für Krankheitserreger und können akut gefährlich werden.

Charcot-Fuß: Bruchgefahr erhöht

Die genaue Bezeichnung dieser besonders schweren Form des diabetischen Fußes lautet "Diabetische Neuropathische Osteoarthropathie" (kurz: DNOAP). Bei ihr können Knochen und Gelenke am Fuß schweren Schaden nehmen. Die Entstehung ist nicht völlig geklärt. Vermutlich kommt aber der Neuropathie eine zentrale Bedeutung zu: Beschädigte Nerven begünstigen Fehlstellungen und damit Fehlbelastungen der Fußknochen. Veränderte Durchblutungsverhältnisse führen zu Störungen im Knochenstoffwechsel mit Knochenerweichung. Gleichzeitig werden beim Charcot-Fuß die Knochen brüchiger.

Anfangs ist der Fuß geschwollen, gerötet und überwärmt. Dabei können Schmerzen vorhanden sein, aber auch fehlen. Eine Infektion liegt hier normalerweise nicht vor. Es ist empfehlenswert, sich unverzüglich an den Fußspezialisten zu wenden. Ohne sofortige Behandlung steigt die Gefahr von Brüchen, ein Plattfuß und schließlich ein sogenannter Schaukelfuß können entstehen. An der Fußsohle kann es durch Drucküberlastung und abgesunkene Knochenanteile zu einem Geschwür kommen.



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