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Ballaststoffe

Ballaststoffe sind Pflanzenfasern, die der menschliche Darm kaum oder gar nicht verarbeiten kann. Das macht sie bei Diabetes aus mehreren Gründen wertvoll

15.04.2016
Vollkornprodukte

Brötchen und Nudeln aus Vollkorn enthalten viele Ballaststoffe


Ballaststoffe sind in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Der menschliche Verdauungstrakt kann aus den Pflanzenfasern keine oder fast keine Energie gewinnen und scheidet sie nahezu unverändert wieder aus. Dennoch sind Ballaststoffe keineswegs unnötiger Ballast: Denn durch ihre Eigenschaft fördern sie die Verdauung und beugen zusammen mit ausreichend Flüssigkeit und Bewegung Verstopfung vor.

Unterstützung beim Abnehmen

Außerdem bewirken sie, dass Kohlenhydrate aus dem Darm langsamer ins Blut übergehen. Das vermeidet Blutzuckerspitzen nach dem Essen – wichtig bei Diabetes. Als weiteres Plus fördern Ballaststoffe ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl und unterstützen somit eine Gewichtsabnahme. Auch das ist bei Typ-2-Diabetes oft hilfreich.

Täglich 40 Gramm Ballaststoffe bei Diabetes

Gute Ballaststoff-Lieferanten sind zum Beispiel Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Bohnen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Menschen, täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Wer Diabetes hat, sollte wegen der vorteilhaften Wirkungen sogar 40 Gramm pro Tag verzehren.

Zwei Arten von Ballaststoffen gibt es: wasserlösliche und unlösliche. Zu den ersteren gehören Pektin und Inulin. Im Dickdarm sind sie Nahrung für Bakterien, die sie fast vollständig abbauen. Zu den unlöslichen Ballaststoffen gehören Zellulose und Hemizellulose. Sie binden Wasser, was zu einer Zunahme des Stuhlvolumens führt.