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Essstörungen

Essstörungen kommen bei Diabetes häufig vor. Sie können den Stoffwechsel bedeutend verschlechtern. Betroffene benötigen meist Hilfe, um ihr Essverhalten zu ändern

aktualisiert am 18.10.2016
Frau am Kühlschrank

Nächtliche Essattacke: Viele Frauen mit Typ-1-Diabetes leiden unter einer Essstörung


Essstörungen können bei Diabetes eine schwere Belastung für den Therapieverlauf und damit für die Gesundheit sein, weil der Stoffwechsel oft nicht so gut eingestellt werden kann. Es gibt verschiedene Formen von Essstörungen. Die wichtigsten sind:

  • Die klassische Magersucht (Anorexia nervosa) mit starkem Untergewicht.
  • Bulimie (Ess-Brechsucht, Bulimia nervosa), bei der Essanfälle, Erbrechen und Abführen (Abführmittelmissbrauch) sich abwechseln.
  • Essanfälle (Binge Eating), bei denen Betroffene immer wieder unkontrolliert große Mengen Nahrung aufnehmen.

Essstörungen bei Typ 1 und Typ 2 Diabetes

Die unterschiedlichen Erscheinungsformen treten bei Menschen mit Typ 1 beziehungsweise Typ 2 Diabetes verschieden häufig auf. Vor allem junge Frauen mit Typ-1-Diabetes leiden unter Magersucht oder Bulimie. Oft haben die Essstörungen psychische Ursachen, sodass eine Psychotherapie sinnvoll sein kann.

Essanfälle sind dagegen eher bei Typ-2-Diabetikern zu finden. Oft ist diese Essstörung schon vor Beginn der Erkrankung vorhanden. Binge Eating kann Übergewicht fördern und einen bestehenden Diabetes Typ 2 weiter verschlechtern. Das Ziel der Behandlung ist deshalb, die Essanfälle zu heilen und Übergewicht abzubauen.