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Hülsenfrüchte

Bohnen, Erbsen und Linsen sind reich an Ballaststoffen. Hülsenfrüchte lassen den Blutzuckerspiegel deswegen nur langsam ansteigen

aktualisiert am 04.10.2017
Linsen

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Hülsenfrüchte sind getrocknete Samen von Pflanzen aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Zu den bekanntesten Vetretern zählen Bohnen, Erbsen und Linsen. Aber auch Sojabohnen und Kichererbsen gehören zu den Hülsenfrüchten.

Alle Hülsenfrüchte enthalten viel hochwertiges Eiweiß und Ballaststoffe. Doch auch der Gehalt an Mineralstoffen, zum Beispiel Eisen, Kalium, und an Vitaminen ist relativ hoch. Außerdem sind Hülsenfrüchte reich an Kohlenhydraten. Diese gehen aufgrund der vielen Ballaststoffe allerdings nur sehr langsam aus dem Verdauungstrakt ins Blut über. Der Blutzuckerspiegel steigt weniger steil an. Zudem sorgen die Ballaststoffe für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Hülsenfrüchte sind deshalb bei Diabetes besonders vorteilhaft.

Vorsicht bei der Insulinberechnung

Der langsame Blutzuckeranstieg führt dazu, dass Diabetespatienten, die Insulin spritzen, für eine Mahlzeit mit Hülsenfrüchten in der Regel nicht den vollständigen Kohlenhydratanteil berechnen müssen. Andernfalls kann eine Unterzuckerung drohen.

Deshalb spricht sich jeder Patient am besten vorab mit seinem Arzt oder Diabetesberater ab, wie er Hülsenfrüchte bei der Insulinberechnung berücksichtigen sollte. Danach mit Blutzuckermessungen vor und nach dem Essen austesten, wie sich der Verzehr in der Praxis auf die Werte auswirkt. Im Zweifelsfall noch einmal Rücksprache mit dem Arzt halten.