Kuchen-Rezepte mit wenig Zucker

Tipps für köstliche Kuchen mit relativ wenig Zucker und Kalorien. Lassen Sie sich unsere Rezepte schmecken!

von Dr. Sabine Haaß, aktualisiert am 05.09.2016
Frau beim backen in der Küche

Backe, backe Kuchen: Das geht auch mit weniger Zucker!


Eier und Schmalz, Zucker und Salz, Milch und Mehl: Die Zutaten aus dem alten Kinderlied gelten fürs Kuchenbacken auch heute noch. Wobei wir statt Schmalz natürlich Margarine oder Butter nehmen. Kuchenbäckern mit Diabetes wird zudem oft geraten, den Zucker wegzulassen. Oder ihn durch Zucker­austauschstoffe zu ersetzen, zum Beispiel durch Fruktose, Sorbit oder Xylit.

Wesentliche Vorteile bieten diese allerdings nicht. Außerdem können sie bei empfindlichen Menschen schon in Mengen von zehn bis 20 Gramm Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Eine Dosis, die übrigens mit einem Stück Kuchen schnell erreicht ist.

Zucker in Verbindung mit Ballaststoffen, Eiweiß und Fett essen

Daher ist es in der Regel besser, beim Zucker zu bleiben und damit maßzuhalten – wie es ohnehin empfohlen wird. 30 bis 50 Gramm Zucker am Tag gelten gemeinhin als vertretbar, auch bei Diabetes. Wobei gerade Diabetiker darauf achten sollten, Zucker möglichst nicht pur (zum Beispiel in Getränken), sondern verpackt zu konsumieren – also in Verbindung mit Lebensmitteln, die auch Ballaststoffe, Eiweiß oder Fett enthalten. "Denn diese verzögern die Aufnahme von Zucker aus dem Darm ins Blut, was ein zu rasches Steigen des Blutzuckerspiegels verhindert", sagt Sandra Gasteiger, Diabetesberaterin in Traunstein.

Backen mit Zucker ist also okay – zumal ja im Kuchen auch Fett und Eiweiß stecken. Wer möchte, kann statt Weißmehl ballaststoffreicheres Weizenmehl Type 1050 oder Dinkelmehl Type 630 nehmen, was den Blutzuckeranstieg noch mehr verzögert. Das ist natürlich auch Geschmackssache. Günstig ist es in jedem Fall, die Zuckermenge zu reduzieren.

"Meist lässt sich die im Rezept vorgeschlagene Menge um ein Drittel bis um die Hälfte verringern", sagt Sandra Gasteiger. "Der Kuchen gelingt trotzdem. Er ist nur ein bisschen weniger süß." Daran kann man sich gewöhnen – oder etwas Süßstoff in den Teig ­geben. Wem es vor allem darauf ankommt, Kalorien einzusparen, der kann natürlich den Zucker ganz weglassen. Hefe-, Mürb- oder Strudelteig kann man auch mit Süßstoff oder Stevia herstellen. Rührteig und Biskuitteig dagegen brauchen eine Mindestmenge Zucker für Volumen und Struktur.

Kuchen mit Süßstoff länger im Ofen backen

Zucker sorgt aber auch für die Bräune beim Backen. Deshalb müssen mit Zuckerersatz gesüßte Teige länger im Ofen bleiben. Füllung und Tortenguss lassen sich problemlos mit Süßstoff oder Stevia zubereiten. Nur beim Dosieren heißt es vorsichtig sein: Zu viel Süßstoff erzeugt einen leicht metallischen, zu viel Stevia einen lakritzartigen Beigeschmack.
Alles Gründe, warum Sandra Gasteiger eine Lanze für das Kuchenbacken mit Zucker bricht: "Lieber mit weniger Zucker backen und den Kuchen dafür als etwas Besonderes genießen, das man sich nicht täglich gönnt", sagt sie.

Probieren Sie’s doch einfach mal aus – zum Beispiel mit unseren Rezepten für leckere Sommer­kuchen!

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