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Zitrusfrüchte: Nicht nur Vitamin-C-Lieferanten

Orangen, Mandarinen und Grapefruits kennt jeder. Aber wie schmecken Kumquats und Pampelmusen? Wir stellen die verschiedenen Zitrusfrüchte vor

von Stephan Soutschek, aktualisiert am 10.11.2016
Frau hält Orangenhälften in den Händen

Zitrusfrüchte: Allein von der Orange gibt es 400 unterschiedliche Sorten


Bei Zitrusfrüchten denken die meisten als erstes an den hohen Vitamin-C-Gehalt. Nicht zu unrecht. Denn Orangen, Grapefruits und ihre Verwandten enthalten überdurchschnittlich hohe Anteile dieses wichtigen Nährstoffs, der den Eisenstoffwechsel unterstützt, freie Radikale einfängt und beim Immunsystem mitwirkt.

Es wäre allerdings unfair, Zitrusfrüchte allein auf Vitamin C zu reduzieren. Sie enthalten außerdem noch B-Vitamine und die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Phosphor. Zudem stecken in ihnen sekundäre Pflanzenstoffe, zu denen zum Beispiel die Flavonoide zählen. Sie sollen Studien zufolge das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern.

Zitrusfrüchte: Langsamer und geringer Blutzuckeranstieg

"Im Vergleich zu Obstsorten wie Apfel, Banane oder Weintrauben enthalten Zitrusfrüchte weniger Kohlenhydrate", sagt Iris Stellmacher, Ernährungs- und Diabetesberaterin aus Ihringen. Dadurch stecken in ihnen nur wenige Kalorien. Außerdem fallen Blutzuckeranstiege bei Zitrusfrüchten so vergleichsweise gering aus. Wer seinen Diabetes mit Insulin behandelt, sollte für eine Orange, die 150 Gramm wiegt, etwa eine Kohlenhdyrateinheit berechnen.

Nach dem Genuss von Orange und Co. steigt der Blutzuckerspiegel nicht nur weniger stark an, sondern auch langsamer als bei vielen anderen Obstsorten. Das liegt am relativ hohen Anteil an Ballaststoffen. Dabei handelt es sich um Pflanzenfasern, die der menschliche Verdauungstrakt nicht verarbeiten kann. Trotzdem sind sie alles andere als unnötiger Ballast. Zum einen regen Ballaststoffe die Verdauung an, zum anderen führen sie dazu, dass Kohlenhdyrate aus der Nahrung langsamer ins Blut übergehen. Auch langfristig wirken Ballaststoffe günstig auf Blutzucker- und Cholesterinwerte.

Ganze Frucht oder Saft?

"Die Ballaststoffe sitzen vor allem unter der Schale", erklärt Stellmacher. Sie rät deshalb dazu, Zitrusfrüchte nicht in Form von Saft zu sich zu nehmen. Sondern besser zur ganzen Frucht zu greifen.

Kleiner Wermutstropfen: Manche Zahnärzte warnen, dass die Säure der Zitrusfrüchte auf Dauer den Zahnschmelz angreifen kann. Deshalb raten sie, gleichzeitig Lebensmittel zu essen, welche die Säure neutralisieren, zum Beispiel Milchprodukte. Außerdem sollten die Zähne nicht direkt nach dem Genuss von Zitrusfrüchten geputzt werden, sondern frühestens eine halbe Stunde danach.

Mit Ausnahme der Grapefruit stammen die verschiedenen Zitrusfrucht-Sorten aus Südostasien. Inzwischen werden sie rund um den Globus angebaut. Wer beim Kauf von Zitrusfrüchten ökologische Gesichtspunkte berücksichtigen möchte, sollte auf die Herkunft achten und Sorten bevorzugen, die gerade Saison haben. Ein Überblick über die Welt der süß-sauren Früchtchen:


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