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Kur: Auszeit für die Eltern

Hat ein Kind Diabetes, sind Eltern jeden Tag gefordert. Eine Mutter-Kind-Kur hilft, neue Energie zu tanken

von Andrea Grill, 05.02.2020
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Wann haben Eltern Anspruch auf eine Kur?

Eine Mutter-Kind-Kur steht Ihnen zu, wenn Sie gesundheitliche Probleme haben, die mit Ihrem Alltag als Eltern zusammenhängen und die eine Therapie erfordern — etwa Erschöpfungszustände, depressive Verstimmungen oder Schlafstörungen. Bei Bedarf können Sie im Abstand von vier Jahren erneut eine Kur beantragen.

Es heißt Mutter-Kind-Kur. Gibt es die Kur auch für Väter?

Im Sprachgebrauch wird nach wie vor der Begriff "Mutter-Kind-Kur" verwendet. Aber natürlich können auch Väter solche Angebote nutzen.

Wie stellen wir den Antrag?

Reden Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Probleme oder Beschwerden, und besprechen Sie mit ihm, ob eine Kur für Sie infrage kommt. Empfiehlt der Arzt eine Kur, füllt er einen entsprechenden Antrag aus, den Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Was erwartet uns in der Kurklinik?

Eine Kur ist nicht mit Urlaub gleichzusetzen. In der Klinik erstellen die Therapeuten zusammen mit Ihnen zu Beginn einen individuellen Behandlungsplan über drei Wochen mit regelmäßigen Terminen. Dazu gehören medizinische und psychosoziale Inhalte. Zusätzlich wählen Sie Angebote aus, um sich zu bewegen, kreativ zu sein oder sich zu entspannen.

Wie finden wir die richtige Klinik?

Dabei helfen Ihnen kostenfrei und bundesweit die Beratungsstellen des Müttergenesungswerks. Sie können sich am Telefon oder persönlich beraten lassen. Wichtig: Fragen Sie gezielt nach Kliniken, die während der Kur auch Ihr Kind mit Diabetes aufnehmen und betreuen.

Wie viel kostet eine Kur?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Sie und mitreisende Kinder. Sie zahlen einen Selbstkostenanteil in Höhe von 10 Euro pro Kalendertag. Bei privaten Krankenversicherungen ist der Blick in den eigenen Versicherungsvertrag wichtig. Haben Sie die Leistung mit versichert?

Wer kümmert sich um unser Kind?

Damit Sie Zeit für Ihre Therapie haben, werden mitreisende Kinder währenddessen betreut. In spezialisierten Kliniken kümmert sich das Personal auch um die Diabetestherapie (bitte vor dem Kurantritt abklären). Für schulpflichtige Kinder bieten die Kliniken Lerngruppen oder Hausaufgabenbetreuung an.

Was tun, wenn die Kasse Nein sagt?

Lehnt die Krankenkasse Ihren Antrag auf eine Kur ab, können Sie in begründeten Fällen Widerspruch einlegen. Die Beratungsstellen des Müttergenesungswerks unterstützen Sie dabei.

Beratungsstellen des Müttergenesungswerks

Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden Mütter und Väter auf
www.muettergenesungswerk.de unter "Unser Kur-Angebot/Beratungsstellensuche".


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