{{suggest}}


8 Pflegetipps für die Füße

Bei Diabetes brauchen die Füße Aufmerksamkeit und besondere Pflege. Tipps für ein kleines Wellness-Programm zu Hause

von Dr. Sabine Haaß, aktualisiert am 29.06.2016

Morgens unter die Dusche: für viele ein tägliches, meist eiliges Pflegeritual. Hurtig abtrocknen, schnell Gesicht und Körper eincremen. Und die Füße? Die verschwinden blitzartig in Strümpfen und geschlossenen Schuhen, zumindest zur kühleren Jahreszeit. Dabei brauchen sie genauso ihre Streicheleinheiten wie der restliche Körper.

Erst recht bei Diabetes. Denn der kann zu Durchblutungsstörungen und Nervenschäden führen. Das bedeutet, dass das Gefühl in den Füßen nachlässt und sich aus kleinsten Verletzungen schlimmstenfalls schlecht heilende Wunden entwickeln, ohne dass man es bemerkt. Die Füße regelmäßig zu überprüfen und sorgfältig einzucremen ist deshalb besonders wichtig. Ab und zu sollten Sie ihnen ein kleines Wellness-Programm gönnen. Hier unsere Pflegetipps:

1. Entspannendes Fußbad

Beginnen Sie Ihr Wellness-Programm mit einem warmen Fußbad. "Drei bis vier Minuten genügen, sonst weicht die Haut auf", sagt Christopher Röhrl, Podologe in Neutraubling. Weil Diabetes das Temperaturempfinden in den Füßen beeinträchtigen kann, sollten Sie ein Badethermometer benutzen. "Höher als 35 Grad sollte die Wassertemperatur nicht sein", rät Röhrl. Wollen Sie Ihre Füße waschen, verwenden Sie eine milde, pH-neutrale Seife oder Waschlotion und einen weichen Waschlappen.

2. Abtrocknen mit Gefühl

Trocknen Sie Ihre Füße sanft mit einem weichen Handtuch ab (nicht rubbeln – das kann die Haut verletzen). Die Feuchtigkeit zwischen den Zehen tupfen Sie am besten mit Kosmetiktüchern weg.

3. Die Füße mit einem Spiegel überprüfen

Überprüfen Sie Ihre Füße einmal täglich auf Veränderungen. Mit einem Handspiegel (bei Bedarf einem Vergrößerungsspiegel) können Sie auch Sohlen und Zehenzwischenräume genau betrachten. Wenn Ihnen Druckstellen, Blasen, Rötungen oder kleine Einrisse auffallen, sollten Sie diese rasch dem Arzt zeigen.

4. Hornhaut entfernen

Greifen Sie ein- bis zweimal in der Woche zum Bimsstein. Damit lässt sich Hornhaut an Fersen, Ballen, Sohlen und Zehen behutsam entfernen. Hornhauthobel oder -raspel sind zu scharf und daher bei Diabetes tabu.

5. Nägel feilen

Auch die Zehennägel sind ein- bis zweimal pro Woche dran. Verwenden Sie zum Kürzen eine weiche, abgerundete Feile, zum Beispiel aus Glas oder Sandpapier. "Feilen Sie die Nägel gerade, und runden Sie die Ecken leicht ab, damit sie nicht auf die Nachbarzehen drücken", empfiehlt Röhrl.

6. Haut mit Feuchtigkeit versorgen

Das Beste zum Schluss: Gönnen Sie Ihren Füßen eine gute Creme. Keine Fettsalbe, weil sie wie ein Film auf der Oberfläche bleibt, unter dem sich die Wärme staut und die Haut aufweicht – sondern ein feuchtigkeitsspendendes Pflegeprodukt, das schnell in die Haut einzieht und sie "atmen" lässt.

7. Das kann der Podologe besser

Um schwielige Hornhaut, Hühneraugen, verdickte oder eingewachsene Zehennägel sollte sich ein Podologe – ein ausgebildeter medizinischer Fußpfleger – kümmern. Diabetikern mit Nervenschäden oder Durchblutungsstörungen an den Füßen verschreibt der Arzt die Behandlung beim Podologen auf Rezept.

8. Die Fünf-Minuten-Massage

Ein Genuss für die Füße: Verbinden Sie das Eincremen mit einer Massage. Das hält die Füße beweglich und fördert die Durchblutung. So geht's:


Nachrichten zum Thema Diabetes

Handy

Aktuelle Nachrichten zum Thema Diabetes