Aphthen: Was tun bei wunden Punkten im Mund?

Sie sind zwar meist harmlos, können aber weh tun: Kleine weißliche Flecken auf der Mundschleimhaut, sogenannte Aphthen. Wie sich der Schmerz lindern lässt und wann Sie zum Arzt sollten, erklärt Apotheker Dr. Rüdiger Meyer

von Andrea Grill, 20.08.2018
Dr. Rüdiger Meyer

Dr. Rüdiger Meyer ist Apotheker in Frankfurt/Oder


Wie kann so ein Fleckchen nur so wehtun? Das fragt sich, wer schon einmal eine Aphthe hatte. Die meist nur wenige Millimeter großen weißlichen Flecken bilden sich oft auf der Schleimhaut im Wangen- und Lippenbereich. In der Regel sind sie harmlos und nach zwei Wochen abgeheilt.

In der Apotheke gibt es rezeptfreie Salben und Gele mit betäubenden Stoffen sowie Lösungen mit Rhabarberwurzel-Extrakt zum Aufpinseln. Sie dämpfen den Schmerz und können zum Beispiel vor dem Essen oder Zähneputzen aufgetragen werden. Mein Rat: Waschen Sie gründlich die Hände, tupfen Sie die Stelle im Mund mit einem Kosmetik­tuch trocken und tragen Sie dann das Mittel auf. Warten Sie etwas, bevor Sie essen oder die Zähne putzen. Sonst würde der Wirkstoff gleich abgerieben. Schmerzhafte, größere Aphthen können Sie mit kortisonhaltigen Hafttabletten behandeln, die wie ein dünner Film auf die betroffene Stelle "geklebt" werden.

Wenn Sie häufig unter Aphthen leiden oder diese sehr groß sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt. Er kann etwa einen Nährstoffmangel ausschließen und andere mögliche Ursachen abklären. Ihr Zahnarzt kann Sie zu Mundhygiene und schonender Zahnpflege beraten, die bei der Vorbeugung helfen.


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