Bei Gelenkschmerzen richtig handeln

Bei akuten Schmerzen in den Gelenken können verschiedene Mittel die Beschwerden lindern. Was Patienten dabei beachten sollten, erklärt Apotheker Gregor Krug

von Dr. Sabine Haaß, 26.03.2018

Gregor Krug ist Apotheker in Rheinberg


Vor allem ältere Menschen leiden häufig unter Gelenkschmerzen, meist infolge einer Arthrose. Gegen die akuten Beschwerden helfen Tabletten, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, etwa mit den Wirkstoffen Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen. Aber Achtung: Diese Medikamente – die sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) – lindern zwar Schmerzen und Entzündungen im Gelenk, können jedoch Nebenwirkungen haben, zum Beispiel die Magenschleimhaut schädigen oder die Nieren schwächen. Außerdem beeinflussen sie die Blutgerinnung und erhöhen vermutlich aus diesem Grund das Risiko für Krankheiten wie einen Herzinfarkt.

Besprechen Sie daher grundsätzlich mit Ihrem Arzt, welches Schmerzmittel für Sie geeignet ist. Bitte klären Sie auch mit Ihrem Arzt oder Apotheker, ob es Wechselwirkungen mit Medikamenten gibt, die Sie bereits regelmäßig einnehmen.

So können NSAR beispielsweise die herzschützende Wirkung von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) beeinträchtigen, wenn sie nicht mit ausreichendem zeitlichem Abstand eingenommen werden. In Kombination mit Kortison kann das Risiko für eine Magenblutung deutlich steigen – dann ist zusätzlicher Magenschutz sehr wichtig.

Wann immer möglich, empfehle ich, auf Tabletten zu verzichten. Kühlen Sie das schmerzende Gelenk stattdessen mit Kältekompressen. Tragen Sie ein Gel oder eine Salbe mit Diclofenac oder Ibuprofen oder mit pflanzlichem Beinwellextrakt auf. Sind die Schmerzen abgeklungen, tut auch Wärme gut, etwa durchblutungsfördernde Fangopackungen, Rosmarin- oder Heublumenbäder aus der Apotheke.


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