LDL-Cholesterin

LDL-Cholesterin zählt zu den Blutfetten. Erhöhte Werte begünstigen gefährliche Kalkablagerungen in den Gefäßen
aktualisiert am 22.11.2017

Hohe LDL-Cholesterinspiegel fördern Ablagerungen an den Gefäßwänden

W&B/Dr. Ulrike Möhle

LDL steht für Low Density Lipoprotein und bezeichnet Fett-Eiweiß-Teilchen (Lipoproteine) niedriger Dichte (low density). LDL-Cholesterin (LDL-C) ist eine Transportform, in der Cholesterin aus der Leber über den Blutkreislauf in die Zellen der Zielorgane gelangt. Cholesterin wird zum Beispiel zum Aufbau von Zellmembranen und Hormonen benötigt.

LDL-Cholesterin und Ablagerungen an Gefäßwänden

Ein Überangebot an LDL-Cholesterin begünstigt die Entstehung von schädlichen Ablagerungen und Verkalkungen in der Gefäßwand (Arteriosklerose). Auch Diabetes fördert die Entwicklung der Gefäßkrankheit. Ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel gilt mithin als bedeutsamer Risikofaktor für bedrohliche Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft empfiehlt als allgemeines Behandlungsziel beim Typ-2-Diabetes einen LDL-Cholesterinwert im Blut von unter 100 mg/dl (unter 2,5 mmol/l).

Was bei erhöhten LDL-Cholesterinwerten hilft

Das LDL-Cholesterin lässt sich mit bestimmten Medikamenten senken. Häufig eingesetzt werden zum Beispiel sogenannte Statine. Das Behandlungsziel und die Medikamentendosis legt der Arzt individuell für den einzelnen Patienten fest. Dabei zieht er die Gesamtheit der jeweils vorliegenden Herz-Kreislauf-Risikofaktoren und -krankheiten als Maßgabe heran. Neben Medikamenten kann regelmäßige körperliche Bewegung und eine Ernährungsweise mit wenig tierischen, dafür mehr pflanzlichen Fetten den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen.


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