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Richtlinien

Unter Richtlinien versteht man in der Medizin feste Regeln, die dem Arzt sein Vorgehen bei einer Krankheit recht genau vorschreiben

aktualisiert am 10.04.2017
Angst vor dem Arzt

Bei seiner Berufsausübung ist der Arzt an Richtlinien gebunden


Richtlinien sind in der Medizin Regeln, wie ein Arzt bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten in einer bestimmten Weise zu handeln hat. Sie räumen ihm nur wenig Ermessensspielraum ein. Sie werden meist von Institutionen, beispielsweise der Bundesärztekammer, erarbeitet und veröffentlicht. Wenn Richtlinien nicht beachtet werden, kann dies zu Sanktionen führen.

Leitlinien, Empfehlungen und Stellungnahmen

Neben Richtlinien gibt es noch Leitlinien, Empfehlungen und Stellungnahmen. Sie binden den Arzt in geringerem Umfang und geben ihm mehr Freiheiten bei Diagnose und Therapie einer Krankheit.

Leitlinien sind Entscheidungshilfen, die systematisch entwickelt wurden, um den Arzt bei speziellen diagnostischen und therapeutischen Problemstellungen zu "leiten". Sie lassen dem Arzt Entscheidungsspielraum, so dass er im begründeten Einzelfall auch von den Leitlinien abweichen kann. Im Bereich der Diabetologie beispielsweise existieren zahlreiche Leitlinien, die Experten der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) erarbeitet haben.

Empfehlungen und Stellungnahmen dienen dazu, Ärzte und Öffentlichkeit auf änderungsbedürftige und beachtenswerte Sachverhalte hinzuweisen. Sie sollen unter anderem helfen, sich über den aktuellen Stand des Wissens zu informieren.

(Quelle: Bundesärztekammer)