Röntgen und MRT: Wohin mit Pumpe und Sensor?

Eine Untersuchung im Röntgengerät, Computertomografen oder Magnetresonanztomografen steht an. Gehört dann bei Diabetes die Insulinpumpe und der Glukosesensor abgelegt? Was Experten sagen

von Daniela Pichleritsch, aktualisiert am 12.04.2017
Scanner

Blick in die Röhre: Beim einer MRT-Untersuchung muss die Insulinpumpe abgelegt werden


1. Röntgen

Insulinpumpe, Kanüle oder Glukosesensor müssen immer abgelegt werden, wenn sie an der Stelle liegen, die geröntgt wird. Einige Hersteller raten sicherheitshalber, die Geräte grundsätzlich beiseite zu legen oder sie zumindest unter der strahlensicheren Bleischürze zu verstauen.

Dass die Geräte bei der Untersuchung tatsächlich Schaden nehmen, halten Experten wie Dr. Bernhard Gehr von der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Technologie der Deutschen Diabetes Gesellschaft aber für äußerst unwahrscheinlich.

2. Computertomografie (CT)

Die Computertomografie arbeitet ebenfalls mit Röntgenstrahlen. Für Pumpe, Kanüle oder Sensor gilt deshalb das Gleiche wie bei einer herkömmlichen Röntgenaufnahme. Metall könne zudem zu Störungen im CT-Bild führen, erklärt Privatdozent Dr. Harald Kramer, Radiologe im Campus Großhadern der Universitätsklinik München.

3. Magnetresonanztomografie (MRT)

Bei einer MRT werden die Bilder mithilfe eines starken Magnetfeldes erzeugt. Daher ist Metallhaltiges im gesamten Untersuchungsraum verboten – das gilt auch für Insulinpumpen, Glukosesensoren und Stahlkanülen. Die MRT kann zudem die Funk­tion der Pumpe oder des Sensors beeinträchtigen und Metallteile erhitzen. "Kunststoff-Kanülen müssen Sie aber in der Regel nur entfernen, wenn sie im Unter­suchungsbereich liegen", sagt Radiologe Kramer.

Wie lange kann ich die Pumpe ablegen?

Röntgen oder CT dauern meist nur Minuten, eine MRT etwa eine halbe Stunde. "So lange können Sie Ihre Insulinpumpe problemlos ablegen", sagt Diabetologe Dr. Bernhard Gehr von der Fachklinik Bad Heilbrunn. Warten Sie damit, bis Sie an der Reihe sind. "Ab ein bis zwei Stunden ohne Pumpe müssen Sie mit Insulin überbrücken", so Gehr. Besprechen Sie sich dazu mit Ihrem Arzt oder der Diabetesberaterin.


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