Was gegen Muskelkrämpfe hilft

Hinter Muskelkrämpfen können viele Ursachen stecken. Wie die Beschwerden sich behandeln lassen, erklärt Apotheker Christian Bauer aus Burglengenfeld
von Daniela Pichleritsch, aktualisiert am 27.11.2017

Krampf in der Wade: Mineralstoffhaushalt aus dem Lot

Getty Images / Mix_BSIP

Sie leiden immer wieder an Muskelkrämpfen? Oft sind sie ein Zeichen dafür, dass der Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Das kann zum Beispiel passieren, wenn Sie viel schwitzen und wenig trinken. Bei hohem Blutzuckerspiegel gehen Wasser und Mineralstoffe über den Urin verloren, was die Neigung zu Krämpfen verstärken kann.

Viele Ursachen für Muskelkrämpfe

Manche Medikamente können ebenfalls den Mineralstoffhaushalt stören und Krämpfe fördern, etwa Diuretika gegen Bluthochdruck, Magensäureblocker und Abführmittel. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob eines Ihrer Arzneimittel für die Krämpfe verantwortlich sein könnte.

Auch ein zu intensives Training, stundenlanges Sitzen und unbequeme Schuhe fördern Krämpfe. Manchmal ist die Ursache eine Krankheit, etwa ein Nervenschaden oder Durchblutungsstörungen. Bei häufigen Krämpfen, die sich durch eine Gegendehnung nicht rasch lösen, sollten Sie zum Arzt.

Krampf-Prävention: Dehnen und Trinken

Gelegentliche Krämpfe sind meist kein Grund zur Sorge. Treten sie vor allem nachts auf, können Sie mit Dehnübungen vor dem Schlafen vorbeugen. Ein Beispiel: Setzen Sie sich mit gestreckten Beinen auf den Boden, ziehen Sie die Fußspitzen zu sich hin. Achten Sie darauf, genug zu trinken, am besten magnesiumreiches Mineralwasser. Magnesium ist für die Muskelfunktion wichtig. Viel Magnesium steckt zum Beispiel auch in Vollkornprodukten und Nüssen.

Wenn die Krämpfe trotzdem immer wieder auftreten, kann die Einnahme eines Magnesium-Präparates sinnvoll sein. Besprechen Sie sich dazu mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Christian Bauer ist Apotheker in Burglengenfeld


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