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Schutz vor Gürtelrose

Seit Kurzem gibt es eine Impfung gegen Gürtelrose. Antworten auf die häufigsten Fragen

von Dr. Andreas Baum, 12.06.2019
Varizella-Virus

Das Varizella-Zoster-Virus kann sowohl Wind­pocken (Varizellen) als auch Gürtel­rose (Zoster) hervor­rufen


Was löst eine Gürtelrose aus?

Nur wer als Kind Windpocken hatte, kann Gürtelrose bekommen. Die Viren bleiben im Körper und können wieder aktiv werden, wenn das Abwehrsystem schwächelt. Sie breiten sich dann entlang einer Nervenbahn in der Haut aus.

Welche Symptome macht sie?

Typisch sind brennende Schmerzen und Bläschen in einem bandartigen Hautbereich, meist auf eine Körperseite begrenzt. Manchmal bleiben nach einer Gürtelrose Nervenschmerzen zurück, die Monate bis Jahre andauern können.

Wie wird die Gürtelrose behandelt?

Virushemmende Medikamente (rezeptpflichtig) können den Verlauf mildern, wenn man sie innerhalb der ersten drei Tage einnimmt. Äußerlich können die Bläschen mit juckreiz- und schmerz­stillenden Mitteln behandelt werden.

Ist Gürtelrose ansteckend?

Die Gürtelrose selbst ist nicht ansteckend. Wer keine Windpocken hatte, kann aber durch Kontakt mit dem Inhalt der Bläschen Windpocken bekommen.

Wie zuverlässig ist die Impfung?

Eine Impfung kann die Gürtelrose mit hoher Sicherheit verhindern, aber nicht immer. Kommt es dennoch zu einer Gürtelrose, verläuft diese oft milder.

Sollen sich Diabetiker impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät Menschen über 50 Jahre mit chronischen Krankheiten wie Diabetes, sich impfen zu lassen. Außerdem wird das allen über 60-Jährigen empfohlen.

Wie erfolgt die Impfung?

Der Impfstoff enthält abgetötete Viren. Er wird zweimal — im Abstand von mindestens zwei und höchstens sechs Monaten — in den Oberarmmuskel gespritzt. Die Impfung ist auch möglich, wenn jemand früher den weniger wirksamen Lebend-Impfstoff erhalten hat.

Kann ich mich impfen lassen, wenn ich schon Gürtelrose hatte?

Ja. Das Risiko, erneut zu erkranken, ist zwar sehr niedrig. Es steigt jedoch mit dem Alter und bei geschwächter Immunabwehr.

Ist die Impfung gut verträglich?

Sie verursacht recht häufig für ein bis zwei Tage Beschwerden an der Einstichstelle und grippeartige Symptome. Am besten keine wichtigen Termine in diese Zeit legen!


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