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Systole

Systole heißt die Phase, in der das Herz das Blut in den Blutkreislauf pumpt. Der gemessene Blutdruck ist zu diesem Zeitpunkt am höchsten

aktualisiert am 18.08.2016
Mann misst zu Hause seinen Blutdruck

Blutdruckkontrolle: Der systolische Wert ist der höhere der beiden gemessenen Werte


Die Systole bezeichnet die Auswurfphase des Herzens. Dabei zieht sich das Herz zusammen und pumpt sauerstoffreiches Blut von der linken Herzkammer in die Aorta. Von dort gelangt das Blut über die Arterien, Arteriolen und Kapillaren zu den einzelnen Körperzellen. Zugleich pumpt das Herz sauerstoffarmes Blut in den Lungenkreislauf. In den Lungen findet der Gasaustausch statt. Kohlendioxid wird abgegeben und das Blut wieder mit Sauerstoff angereichert.

Während der Systole ist der Blutdruck am höchsten. Dagegen ist er bei der Diastole am niedrigsten. Bei dieser weiten die Herzkammern sich, um Blut hineinströmen zu lassen.

Grafik: Das passiert in den beiden Blutdruck-Phasen

Herz (Schematische Darstellung)

Blutdruck: Gemessen werden immer Systole und Diastole

Beim Blutdruckmessen werden immer Systole und Diastole bestimmt. Gemessen wird der Druck in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Für Diabetiker gelten leicht veränderte Zielwerte im Vergleich zu Gesunden. Der Blutdruck sollte nach Empfehlungen der Europäischen Hochdruckgesellschaft bei Diabetikern unter 140 mmHg (Systole) und unter 85 mmHg (Diastole) gesenkt werden.

Ein systolischer Wert ab 140 mmHg ist zu hoch und zeigt definitionsgemäß zusammen mit einem erhöhten diastolischen Wert ab 90 mmHg einen Bluthochdruck an. Liegt der systolische Wert über 140 mmHg, der diastolische aber unter 90 mmHg, sprechen Ärzte von isoliertem systolischen Bluthochdruck oder isolierter systolischer Hypertonie.