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Cortisol

Das Hormon Cortisol schüttet der Körper vor allem bei Stress verstärkt aus. Es erfüllt verschiedene Aufgaben und kann unter anderem den Blutzuckerspiegel erhöhen

aktualisiert am 11.04.2017
Mann wacht auf

In den frühen Morgenstunden schüttet der Körper viel Cortisol aus


Cortisol (auch Kortisol) ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird und unterschiedliche Wirkungen entfaltet. Unter anderem bremst es die Insulinwirkung und steigert die Zuckerneubildung.

Cortisol führt zu Blutzuckeranstiegen

Cortisol wird in einem 24-Stunden-Rhythmus ins Blut abgegeben. Um Mitternacht ist die Ausschüttung am geringsten, in den frühen Morgenstunden am höchsten. Cortisol spielt wohl eine Rolle bei morgendlichen Blutzuckeranstiegen (Dawn-Phänomen), die die Diabetestherapie erheblich erschweren können. Bei Stress und im Rahmen der hormonellen Gegenregulation bei ausgeprägten Unterzuckerungen wird das Hormon verstärkt ausgeschüttet. Das kann sich in Form von Blutzuckeranstiegen auswirken.

Medikamente mit Cortison

Wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung werden Medikamente, die mit Cortisol verwandte Substanzen enthalten, unter anderem bei manchen Hauterkrankungen oder Allergien eingesetzt. Erfolgt bei einem Patienten mit Diabetes eine nicht nur äußerliche Therapie, muss mit Blutzuckeranstiegen gerechnet werden. Eventuell sind häufigere Blutzuckerkontrollen notwendig und die Diabetestherapie muss gegebenenfalls an die veränderten Werte angepasst werden.